Namen & Nachrichten

Zehnjähriges Jubiläum des Photonik-Zentrums Kaiserslautern

Mit einem Festakt am 23. Oktober feierte der Verein Photonik-Zentrum Kaiserslautern (PZKL) sein zehnjähriges Bestehen. Neben zahlreichen aktuellen und ehemaligen Mitgliedern und Mitarbeitern waren auch Vertreter aus Politik und Wirtschaft geladen, die vom geschäftsführenden Vorstand Dr. Johannes L’huillier begrüßt wurden. Die Staatssekretärin des Wirtschaftsministeriums Rheinland-Pfalz Daniela Schmitt hob in ihren Grußworten besonders hervor, dass es das PZKL geschafft hat, sich ohne eine dauerhafte Grundfinanzierung am Markt zu behaupten. Der langjährige Vorstand des PZKL, Professor René Beigang, führte die anwesenden Gäste auf eine Zeitreise durch die vergangenen zehn Jahre des PZKL und präsentierte die vielen Projekte des PZKL seit seiner Gründung. Nach den Festreden hatte das PZKL zu einer Konferenz geladen. In Fachvorträgen präsentierten ehemalige Mitarbeiter ihre aktuellen Arbeitsgebiete sowie Projektpartner des PZKL die Umsetzung der Ergebnisse aus den gemeinsamen Projekten. Bei einem gemeinsamen Abendessen mit kulturellem Rahmenprogramm und ausreichend Zeit für Gespräche klang der Tag aus.

Die Zielrichtung des PZKL ist, die optischen Technologien vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen zugänglich zu machen. Dies geschieht auf vier Säulen. Einerseits wird der Industrie modernstes Equipment für Laserbearbeitungs- und Messaufgaben zur Verfügung gestellt. Auf der anderen Seite werden über gemeinsame Projekte konkrete Probleme der Partner versucht zu lösen. Drittens steht das PZKL auch beratend vor Ort bei seinen Kunden (nicht nur) bei Fragen zu Themen des Einsatzes optischer Technologien zur Seite. Zudem ist das PZKL auch in der Lage mit seiner UKP-Laserbearbeitungsstation Kleinserien für Kunden anzufertigen. Durch diesen Ansatz hat sich das Photonik-Zentrum seit seiner Gründung im Jahr 2009 national aber auch international einen sehr guten Ruf erarbeitet.

In den Anfängen standen noch die Laserentwicklung und die Lasermikromaterialbearbeitung mit ultrakurzen Impulsen im Fokus. Im Laufe der Jahre wurde das Betätigungsfeld um die Systemtechnik erweitert, sodass von der Eingangskontrolle über die Laserbearbeitung bis hin zur Qualitätssicherung der komplette Zweig der Werkstoffveredelung angeboten werden kann. Unter anderem wurde im Rahmen eines Projekts mit Partner aus der Industrie ein neuartiges Lasersystem mit ultrakurzen Impulsen entwickelt, dessen Repetitionsrate hoch dynamisch ohne externe Modulation an die Fahrgeschwindigkeit der Ablenkeinheit angepasst werden kann. In Verbindung mit einem resonanten Scanner lassen sich somit Bahngeschwindigkeiten bei der Laserbearbeitung von bis zu 1000 m/s erreichen.

Inline-Verfahren zur Prozesskontrolle, wie Plasmaspektroskopie (LIBS), wurden am PZKL entwickelt und erlauben eine Material selektive Bearbeitung. Dies ermöglicht ein selektives Entschichten von Oberflächen oder eine genaue Schichtdickenmessung.

von mn

www.photonik-zentrum.de

Firmeninformationen
© photonik.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten