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FAQ Laserschutz Wie viele Laserschutzbeauftragte sind sinnvoll?

Genügt ein Laserschutzbeauftragter oder benötigt man mehrere, wenn man viele Laser betreibt, die noch dazu in verschiedenen Werkshallen stehen?

Genügt ein Laserschutzbeauftragter oder benötigt man mehrere, wenn man viele Laser betreibt, die noch dazu in verschiedenen Werkshallen stehen?

Weder die nach wie vor gültige Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 11 „Laserstrahlung“ noch die Arbeitsschutzverordnung OStrV und die darauf beruhenden Technischen Regeln TROS Laserstrahlung geben Auskunft über die Anzahl der erforderlichen Laserschutzbeauftragten (LSB). In allen Schriftstücken ist von einem LSB die Rede, der beim Betreiben von Lasern der Klasse 3R, 3B und 4 vom Unternehmer schriftlich zu bestellen ist. Jedoch kann indirekt aufgrund der gemachten Angaben zu den Aufgaben und Pflichten des LSB auf die prinzipielle Notwendigkeit von mehr als nur einem LSB geschlossen werden. So soll der LSB den sicheren Betrieb der Laseranlagen gewährleisten. Dies kann er natürlich nur vor Ort tun, wenn er die Laseranlagen im Blick hat und bei Bedarf eingreifen kann. Konsequenterweise müsste dann bei Abwesenheit des LSB (z. B. Urlaub, Dienstreise, Krankheit) der Laserbetrieb ruhen. Da dies in der Regel keine Option ist, bleibt nur die Möglichkeit, weitere LSB zu bestellen, welche sich untereinander abstimmen und so keine Lücken in der Überwachung des sicheren Laserbetriebs entstehen lassen. Auch eine zu große Anzahl zu betreuender Laseranlagen oder zu große räumliche Abstände zwischen den Laserstandorten können zu einer Überforderung des LSB führen und sind Argumente für die Bestellung weiterer LSB vor Ort. Im Zweifelsfall kann eine Rücksprache mit der Berufsgenossenschaft für Klarheit sorgen, ob im konkreten Fall mehrere LSB erforderlich sind.

Dr.-Ing. Hans-Joachim Krauß

Bayerisches Laserzentrum GmbH

www.blz.org

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