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Trumpf-Seniorchef und Gesellschafter Berthold Leibinger verstorben

Berthold Leibinger ist am 16. Oktober 2018 nach längerer Krankheit in Stuttgart verstorben. Er wäre am 26. November 88 Jahre alt geworden.

Berthold Leibinger trat nach einem Maschinenbaustudium in Stuttgart und einem zweijährigen Aufenthalt in den USA 1961 in die damals noch kleine Maschinenfabrik Trumpf ein. Für seine zahlreichen Erfindungen, die er im Sinne des Unternehmens tätigte, erhielt er Firmenanteile. Vor diesem Hintergrund wurde er 1966 zeitgleich zu seiner Funktion als Geschäftsführer auch Gesellschafter. Wie niemand anders erkannte Leibinger das Potenzial des Werkzeugs Licht. Er gilt als einer der Wegbereiter des Lasers in der industriellen Anwendung.

2005 übergab Leibinger die Führung des Familienunternehmens an seine ältere Tochter, Dr. Nicola Leibinger-Kammüller. Sein Sohn, Dr. Peter Leibinger, ist stellvertretender Vorsitzender der Gruppengeschäftsführung. Seine Tochter, Professorin Regine Leibinger, arbeitet als Architektin in Berlin.

Neben zahlreichen Ämtern, die Berthold Leibinger in der Wirtschaft wahrgenommen hat, richtete er 1992 auch die gemeinnützige Berthold Leibinger Stiftung ein. Sie widmet ihre Erträge kulturellen, wissenschaftlichen, kirchlichen und mildtätigen Zwecken. Seit dem Jahr 2000 schreibt sie den international angesehenen Berthold Leibinger Innovationspreis aus und vergibt überdies den jährlichen Comicbuchpreis.

von mg

www.trumpf.de

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