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Namen & Nachrichten Sepsis schneller erkennen und behandeln

Ziel des Biophotonik-Verbunds InterSept ist eine verbesserte Sepsisdiagnostik und -behandlung durch eine schnelle und kostengünstige Vor-Ort-Analytik.

Sepsis ist weltweit eine der häufigsten Erkrankungen und die Haupttodesursache bei Infektionserkrankungen mit einer Sterblichkeit von 30 bis 60 Prozent. Die schnelle Einleitung einer spezifischen Antibiose steigert die Überlebenschance der Patienten.

Im Rahmen von InterSept  (Point-of-Care (POC)-Analytik  für Interventionsstudien zur personalisierten intensivmedizinischen Behandlung von Sepsispatienten) soll ein Konzept erforscht und in klinische Studien überführt werden, das eine Diagnose der Sepsis und die Entscheidung über den individuellen Behandlungsverlauf innerhalb weniger Stunden vor Ort ermöglicht.

In vorangegangenen Forschungsprojekten wurde ein Vor-Ort-Diagnoseverfahren erforscht, mit dem schnell eine zuverlässige Sepsisdiagnose gestellt werden kann. Anhand von Teststreifen und einem Gerät zur optischen Auswertung können mehrere Biomarker im Blut der Patienten innerhalb von Minuten gleichzeitig bestimmt werden. Diese Tests zeigen, mit welcher Wahrscheinlichkeit der Patient an einer Sepsis erkrankt ist. Ärzte können dann Behandlungsstrategien und Prognosen daraus ableiten.

Im Projektverlauf von InterSept werden aufbauend auf den Ergebnissen des Vorläuferprojekts FastDiagnosis weitere Biomarker ermittelt und zur Diagnostik herangezogen, um die Schwere des Krankheitsverlaufs besser vorhersagen zu können und individuelle Behandlungsmaßnahmen einzuleiten. Zusätzlich werden die Erregerstämme inklusive deren Antibiotikaresistenzen mittels Raman-Spektroskopie und molekularbiologischer Methoden identifiziert. So kann innerhalb weniger Stunden die adäquate Behandlung mit Antibiotika begonnen werden, die keine Resistenzen gegen den betreffenden Erreger aufweisen.

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