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Röntgenpreis für Heidelberger Kernphysikerin

In diesem Jahr geht der Röntgenpreis der Justus-Liebig-Universität Gießen an die Physikerin Dr. Adriana Pálffy-Buß vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg. Die Wissenschaftlerin erhält die Auszeichnung für ihre herausragenden Beiträge auf dem Gebiet der theoretischen Atom- und Kernphysik, insbesondere für die Entwicklung eines neuen Kontrollmechanismus von Röntgenquanten. Dr. Pálffy-Buß hat als eine der ersten in dem relativ neuen Forschungsfeld der Röntgenquantenoptik in wegweisenden theoretischen Arbeiten aufgezeigt, wie sich mittels geeigneter Kernübergänge einzelne Röntgenphotonen kontrollieren lassen. Diese innovative Technik eröffnet Möglichkeiten für die Entwicklung neuer ultrakompakter Informationsspeicher.

Die Vorhersagen der Physikerin konnten kürzlich experimentell am DESY in Hamburg bestätigt werden. Darüber hinaus hat sie bedeutende Arbeiten zur Wechselwirkung von Röntgenlasern mit Atomkernen, die eine interessante Anwendung als Energiespeicher versprechen veröffentlicht.

Dr. Pálffy-Buß studierte Physik an der Universität Bukarest und promovierte im Jahr 2006 bei Professor Werner Scheid am Institut für Theoretische Physik der Justus-Liebig-Universität Gießen. Seit ihrer Promotion forscht sie in der Theorieabteilung des Max-Plack-Instituts für Kernphysik in Heidelberg.

Im Andenken an den Nobelpreisträger Wilhelm Conrad Röntgen, der von 1879 bis 1888 als Professor in Gießen tätig war, verleiht die Justus-Liebig-Universität Gießen seit 1960 den renommierten Röntgenpreis. Pfeiffer Vacuum und die Ludwig-Schunk-Stiftung stiften gemeinsam das Preisgeld in Höhe von 15 000 Euro.

von mn

www.mpi-hd.mpg.de

www.uni-giessen.de

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