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Hochschule RheinMain Photonik als Querschnittstechnologie im Ingenieurstudium

Im Ausbildungskonzept der Hochschule RheinMain spiegelt sich die wachsende Bedeutung photonikbasierter Technologien, Messmethoden und Prozesse.

Die beiden Studiengänge ‚Angewandte Physik‘ – B.Sc. und M.Sc. – am Campus Rüsselsheim der Hochschule RheinMain verfügen über eine große Anzahl moderner Labors, in denen die Studierenden praxisnah in den grundlegenden Naturwissenschaften, der Mathematik und den klassischen Ingenieurdisziplinen ausgebildet und dazu auch in Forschungsprojekte eingebunden werden. Dabei spielt Photonik als Querschnittstechnologie eine herausragende Rolle.

Bachelorstudiengang Angewandte Physik (B.Sc.)

Studierende dieses Bachelorstudiengangs mit den Studienrichtungen Modellierung & Simulation, Materialwissenschaft und Physikalische Technik können nach drei Semestern, in denen Lehrveranstaltungen zu Optik und Photonik sowie diesbezügliche Praktikumsversuche zu den Grundlagen gehören, Laborkurse zu Themenfeldern wie Technische Optik, Mikrostrukturierung oder Wasserstofftechnologie wählen.

Auch wenn man es den Namen nicht gleich ansieht - überall spielt die Photonik eine große Rolle: So kommen die Studierenden im Bereich Mikrostrukturierung mit den Themen Fotolithografie, Lasermikrostrukturierung und Laserdirektschreibverfahren in Berührung. Sie können hier selbst Lithografiemasken herstellen, damit Mikrostrukturen realisieren und mit optischen Messmethoden charakterisieren. Im Labor für Technische Optik finden sich Aufbauten zur Interferenz, Wellenleiteroptik und seit neuestem ein modernes Femtosekundenlaserverstärkersystem zur optischen Materialfunktionalisierung im Mikrometerbereich.

Enge Zusammenarbeit mit der Industrie und KMU, insbesondere auf den Gebieten Optik und Halbleitertechnik, sowie mit Forschungsinstituten des Rhein-Main-Gebiets sorgt für zusätzliche Praxisnähe. Ein Berufspraktikum ist obligatorisch, oft der Einstieg in die Abschlussarbeit oder gar in eine anschließende Berufstätigkeit.

Je nach gewählter Studienrichtung finden die Absolventen Positionen in der optischen Industrie, bei Glasherstellern, in der optischen Kommunikations-, Medizin-, Mikrosystemtechnik oder Elektro­nik­entwicklung. Tätigkeitsfelder sind dabei vor allem Forschung und Entwicklung bei industriellen oder institutionellen Forschungseinrichtungen oder bei Firmen mit technologischen Arbeitsgebieten.

Masterstudiengang Angewandte Physik (M.Sc.)

Weder Maschinenbau noch medizinische Diagnostik und Therapie sind heute ohne den Einsatz von Laserstrahlung und optischer Sensorik denkbar. Jede Displaytechnik basiert auf der Fähigkeit, mit Licht schalten und walten zu können und optische Kommunikationstechnik nutzt Glasfasern, Wellenleiterbauelemente und miniaturisierte Lichtquellen und -empfänger. In Wissenschaft und Wirtschaft werden zunehmend Ingenieure benötigt, die imstande sind, zwischen Forschung und Praxis Brücken zu schlagen. Diese Fähigkeit vermittelt der Masterstudiengang An­gewandte Physik.

In Kooperation mit renommierten Forschungsinstituten und in eigenen Labors wird hier das Handwerkszeug des Forschens gelehrt. So wird im Labor für Wasserstofftechnologie gerade eine spektroskopiegestützte Methode zur Füllstandssensorik an Wasserstoff-Feststofftanks entwickelt und dabei die nötige Materialforschung vorangetrieben. Das Labor für Technische Optik kümmert sich unter anderem um die Entwicklung der WEFF-Mikroskopie; das Institut für Mikrostrukturierung um die Herstellung von diffraktiv-optischen Elementen in Spezialglas. Studierende arbeiten an der Umsetzung neuer Laserprozesse für optische und optoelektronische Materialien.

Der Abschluss dieses Studiengangs ist dem an einer Universität erworbenen Masterabschluss gleichwertig und ermöglicht die Chance zur Promotion. Zudem kann ein Auslandssemester zur Anfertigung der Masterthesis absolviert werden, etwa in Kanada, Japan oder Namibia.

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