Forschung & Entwicklung

Nobelpreis für Ultrakurzpulslaser-Pioniere

Die prämierte Lasertechnologie ist bei Trumpf-Lasern im Einsatz.

Für ihre Methode zur Erzeugung besonders intensiver, ultrakurzer Laserimpulse wurden Gérard Mourou und Donna Strickland am 2. Oktober in Stockholm mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Die mittlerweile weit verbreitete CPA-Technik (Chirped Pulse Amplification) erlaubt es, mit sehr kurzen und gleichzeitig extrem leistungsstarken Laserpulsen verschiedenste Materialien schonend zu bearbeiten.

Das Unternehmen Trumpf aus Ditzingen setzt bei seinen Lasersystemen für besonders feine und sensible Materialien auch auf die Ultrakurzpuls (UKP)-Technologie nach dem Prinzip der beiden Nobelpreisträger und zeigt damit, dass das Verfahren industrielle Anwendung findet.

UPK-Laser erlauben gänzlich neue industrielle Bearbeitungsprozesse, wie zum Beispiel das effiziente, ultrapräzise Trennen von Glas. Hier zwingen die ultrakurzen Laserblitze der UKP-Laser im Femtosekundenbereich den eigentlich transparenten Werkstoff Glas, mehrere Photonen auf einmal aufzunehmen. Diese Multiphotonenabsorption verbessert deutlich die Aufnahme des einfallenden Laserlichts.

Gérard Mourou steht wie kein anderer für ‚extremes Licht‘. Er initiierte weltweit die Gründung von Höchstleistungslaser-Zentren, zuletzt das europäische Großprojekt Extreme Light Infrastructure (ELI) und schuf eine internationale Gemeinschaft von Wissenschaftlern auf dem Gebiet. Zahlreiche Preise würdigen sein Wirken, darunter der renommierte Berthold Leibinger Zukunftspreis für angewandte Lasertechnologie im Jahr 2016.

von mg

www.nobelprize.org

www.trumpf.com

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