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Forschung & Entwicklung NIR-Autofluoreszenzmessung zeigt Schlaganfallrisiko

Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko kann möglicherweise frühzeitiger erkannt werden, indem gefährliche Ablagerungen in den Arterien sichtbar gemacht werden.

Während einige Fettablagerungen (Plaque) in Arterien über Jahre stabil bleiben, entwickeln andere Komplikationen wie Blutungen in die Fettablagerung, was zur Bildung von Bruchstücken und Rissen in der Plaque führen kann. Die Folge sind verstopfte Blutgefäße, die möglicherweise einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen.

Wissenschaftler der britischen University of Warwick, des australischen Baker Institute und der Monash University in Australien haben nun beobachtet, dass bei Verwendung langwelligeren Lichts auch selektiv bruchanfällige Ablagerungen sichtbar werden, die üblicherweise zu Blutgerinnseln, Herzinfarkten und Schlaganfällen führen. Mittels Infrarotstrahlung lassen sich Plaques mit internen Blutungen einzeln darstellen. Dazu wurde Fluoreszenz von den Ablagerungen mithilfe von Raman-Spektroskopie gemessen. Der ­Fluoreszenz-verursachende Stoff setzt sich aus Häm-Produkten zusammen, die vermutlich beim Zerfall roter Blutkörperchen entstehen. Diese Produkte und deren Fluoreszenz wurden nur in instabilen Plaques mit Blutung ­beobachtet und nicht in stabilen Fettablagerungen.

Originalveröffentlichung:

[N. M. Htun et al., Near-infrared autofluorescence induced by intraplaque hemorrhage and heme degradation as marker for high-risk atherosclerotic plaques, Nat. Commun. 8 (2017), DOI: 10.1038/s41467-017-00138-x]

www.warwick.ac.uk

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