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Neuer Messplatz an Bessy II startet in den Nutzerbetrieb

Ende Oktober ist ein neues Instrument an die Nutzerschaft von Bessy II übergeben worden – eine Entwicklung des Russisch-Deutschen Labors an Bessy II. Das Russisch-Deutsche Labor existiert seit mehr als 15 Jahren. Wissenschaftler betreiben seitdem ein eigenes Strahlrohr für Absorptionsspektroskopie und Fotoelektronenspektro­skopie.

Nun haben sie zusätzlich zu dem Dipolstrahlrohr auch einen leistungsstarken Messplatz für spin- und winkelaufgelöste Fotoelektronenspektro­skopie und Fotoelektronenmikroskopie an einem Undulatorstrahlrohr aufgebaut. Monochromator und Apparatur haben ihre Testphase erfolgreich absolviert und ermöglichen präzise Messungen der elektronischen Bandstruktur mit Spinauflösung von unterschiedlichen Materialklassen wie topologischen Isolatoren und magnetischen Sandwichstrukturen, aber auch von neuartigen Solarzellenmaterialien auf Perowskitbasis. Ebenso wurde ein Fotoelektronen­mikroskop entwickelt.

Getragen wird die Kooperation von deutscher Seite von der Freien Universität Berlin, der Technischen Universität Dresden, der Technischen Universität Freiberg und dem Helmholtz-Zentrum Berlin sowie auf russischer Seite von der Staatlichen Universität St. Petersburg, dem Kurchatov-Institut (Moskau), dem Ioffe-Institut (St. Petersburg) und dem Shubnikov-Institut für Kristallografie (Moskau).

Der Messplatz wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit einer Million Euro finanziert. Von der kommenden Strahlzeit an steht er nun auch russischen und deutschen Nutzerteams für Kooperationen zur Verfügung.

von mn

www.helmholtz-berlin.de

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