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Mit Lasern gegen Unkraut

Eine neuartige Lasertechnik für die umweltfreundliche Unkrautvernichtung soll von einer Start-up-Firma zur Marktreife gebracht werden. Unterstützt wird sie dabei von einer Holding-Gesellschaft.

Die Holding-Gesellschaft Berlin.Industrial.Group (B.I.G.) hat eine Minderheitsbeteiligung von 24,9 % am Start-up Escarda Technologies mit Sitz in Bonn erworben. Damit erweitert die Unternehmensgruppe ihr Technologie- und Beteiligungsportfolio. Der spanische Name Escarda (auf Deutsch: Unkraut jäten) beschreibt den Unternehmenszweck. Der Ingenieur und Gründer Julio Pastrana arbeitet derzeit an einem Verfahren, das mit Hilfe von Lasertechnologie und künstlicher Intelligenz unerwünschte Begleitvegetation auf dem Feld bekämpft. Eine Kamera identifiziert dabei die störenden Pflanzen, die dann ein Laserstrahl in Folge zielgenau erfasst und verbrennt. Dies ermöglicht eine umweltfreundliche, völlig chemiefreie Unkrautbekämpfung auch für größere Betriebe – und zwar ohne aufwendige Handarbeit. Unterstützt wird Escarda durch das Institut für Landwirtschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, deren Versuchsfelder und Bilddatenbank das Start-up-Unternehmen nutzen kann. Die Beteiligten haben zum Ziel, die neue Technologie zur laserbasierten, pestizidfreien Unkrautvernichtung bis 2021 auf den Markt zu bringen.

Die Berlin.Industrial.Group vereint Industrieunternehmen, die in ihren Nischen die Marktführerschaft anstreben beziehungsweise bereits erreicht haben. An den Standorten Berlin und Göttingen stellen die rund 320 Mitarbeiter Diodenlaser, Laserbearbeitungsoptiken, Qualitätssicherungssysteme, optische Messgeräte, Turbinendichtungen und 3-D-Metalldruckmaschinen her.

von mg

www.escarda.net

berlin.industrial.group

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