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Lutz Schröter neuer Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft

Heute am 1. April 2020 übernimmt Lutz Schröter die Präsidentschaft der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Ursprünglich hätte die Präsidentschaftsübergabe als Festakt im Rahmen der DPG-Jahrestagung in Bonn stattfinden sollen. Die Jahrestagung musste wegen der Ausbreitung des Coronavirus aber abgesagt werden. Die Präsidentschaftsübergabe fand daher heute virtuell als Webinar statt.

Schröter folgt auf Dieter Meschede von der Universität Bonn, der von April 2018 bis April 2020 Präsident der mit über 55 000 Mitgliedern größten physikalischen Fachgesellschaft der Welt war und nun turnusmäßig DPG-Vizepräsident wird. Der bisherige Vizepräsident, der ehemalige Generaldirektor des Europäischen Teilchenforschungszentrums CERN bei Genf, Rolf-Dieter Heuer scheidet ebenso turnusgemäß aus dem Amt.

Schröter möchte die DPG zunächst sicher durch die Coronakrise führen und sich dann vor allem dafür einsetzen, das große Engagement der DPG-Mitglieder in gesellschaftlich relevanten Themen zu unterstützen. Insbesondere möchte er die Kooperationen zwischen den Verbänden und Einrichtungen in den besonders akuten, transdisziplinären Themenfeldern Informationstechnologien, Energie- und Umwelt ausweiten.

Einen besonderen Schwerpunkt seiner Amtszeit wird das Thema Bildung und Nachwuchs einnehmen. Dies gilt speziell für den Lehrkräftenachwuchs. Darüber hinaus möchte er bei Schülern das Interesse an Physik und Technologie wecken und wachhalten. Zudem möchte er die Attraktivität der DPG für deren Mitglieder steigern, insbesondere für Berufseinsteiger und Industriephysiker.

Schröter ist der DPG seit Jahrzehnten eng verbunden. Zunächst war er Schriftführer im Ausschuss Industrie und Wirtschaft der DPG, anschließend (von 2004 bis 2008) wurde er in den DPG-Vorstandsrat gewählt. Von 2008 bis 2012 vertrat Schröter im DPG-Vorstand das Ressort Industrie und Wirtschaft.

Promoviert wurde Schröter an der Universität Bielefeld mit einem laserspektroskopischen Thema zur Oberflächenphysik. Anschließend war er als Technologieberater für den Verein Deutscher Ingenieure und einen Projektträger des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Bereich Lasertechnologien tätig. Bei einem Aachener Pharmaunternehmen erlernte er dann das Controllerhandwerk.

Schröter war Geschäftsführer der Saarländischen Wagnisfinanzierungsgesellschaft und später Bereichsleiter venture bei AutoVision. Zuletzt war Schröter in leitender Funktion bei Volkswagen, Wolfsburg, tätig, vorwiegend im Finanz- und Baureihenmanagement. Parallel zu seiner beruflichen Laufbahn hatte Lutz Schröter in verschiedenen jungen Unternehmen der Bio-, IT- und Materialtechnologien Aufsichts- beziehungsweise Beiratsmandate inne.

von mn

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