Forschung & Entwicklung

Leuchtstoffe für hochauflösende Weißlichtquellen

Mit Leuchtstoff gefüllte Siliziumstrukturen ermöglichen eine deutlich höhere räumliche Auflösung und ein besseres Kontrastverhältnis als herkömmlich verwendete Leuchtstoffe. Sie stellen somit eine vielversprechende Alternative zu LED-Matrixsystemen und Flüssigkristallanzeigen dar.

Leuchtdioden (LEDs) sind aus der modernen Beleuchtungstechnik nicht mehr wegzudenken. Insbesondere gewinnen Beleuchtungssysteme mit hoher Lichtausbeute und hoher räumlicher Auflösung zunehmend an Bedeutung. Sie kommen in Projektionssystemen oder Fernsehgeräten zum Einsatz, ebenso wie im Auto.

LED-Matrixsysteme und Flüssigkristallanzeigen (LCD) sind Stand der Technik. Die Weißlichterzeugung basiert dabei auf einem blauemittierenden LED-Chip oder Laser in Kombination mit einem gelbemittierenden, pixelierten Leuchtstoff. Die Pixelierung der Leuchtstoffe wird entweder durch Laserstrukturierung oder Ätzen erreicht. Die Auflösung dieser Systeme hängt davon ab, wie gut die einzelnen Leuchtstoffpixel optisch voneinander entkoppelt sind.

Eine vielversprechende Alternative bieten deshalb mit Leuchtstoffen gefüllte Siliziumstrukturen, insbesondere bei Anwendungen, die ein sehr hohes Auflösungsvermögen benötigen. „Dabei werden die gewünschten Strukturen in einen Siliziumwafer geätzt und anschließend mit Leuchtstoffpulver gefüllt. Solche pixelierten Leuchtstoffe ermöglichen eine deutlich höhere räumliche Auflösung, da sehr kleine Pixelstrukturen mit Abmessungen von wenigen Mikrometern erzeugt werden können“, erklärt Dr. Franziska Steudel, Teamleiterin ‚Leuchtstoff‘ am Fraunhofer-Anwendungszentrum (AWZ) für Anorganische Leuchtstoffe in Soest. Unter Anregung des Leuchtstoffs mit blauer Laserstrahlung überzeugen die Strukturen mit einer hervorragenden Kontrastauflösung sowie einer lambertschen Lichtstärkeverteilung.

Aufgrund ihrer hohen thermischen Leitfähigkeit verbessern die Siliziumstrukturen nicht nur das optische Auflösungsvermögen, sondern tragen zudem deutlich zum Wärmemanagement bei. Je kleiner die Pixel, desto geringer ist die Erwärmung des Leuchtstoffs, da die umgebenden Siliziumwände die Wärme effizient abführen. Die Porosität der Leuchtstoffschicht erlaubt bei Anwendungen mit sehr hoher Leistungsdichte sogar eine aktive Kühlung des Leuchtstoffs mit Luft oder Wasser.

von mn

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