Forschung & Entwicklung

Lasertests unter Tiefseebedingungen

Mit einer Druckkammer können Tiefseebedingungen simuliert und unter anderem untersucht werden, wie Laserstrahlung unter hohem Druck mit einem Material reagiert.

Mit der Druckkammer des Laser Zentrum Hannover (LZH) kann mit einem Druck bis zu 650 bar eine Wassertiefe von 6500 Metern simuliert werden. Die Kammer eignet sich sowohl für Süß- als auch für Salzwasser und kann so verschiedene Einsatzszenarien abbilden. Zur Druckkammer gehört eine spezielle Vorrichtung, in der die Probe sicher platziert werden kann.

In die Druckkammer können zwei verschieden große Sichtfenster (25 mm und 80 mm) eingesetzt werden. Durch diese lässt sich Laserstrahlung einleiten und der Prozess mit einer Kamera beobachten. So können die Wissenschaftler beispielsweise die Plasmaausbildung auf der Oberfläche der Probe analysieren. Interessant ist dies für die Vorbereitung von Tiefseearbeiten und -messungen, wie in dem aktuell am LZH laufenden Projekt ‚Robust‘ zur Untersuchung von Bodenschätzen auf dem Meeresgrund.

Weiterhin lassen sich mit der Kammer unterschiedliche Materialien auf ihre Reaktion gegenüber hohen Drücken unter Wasser untersuchen. Mit Hochgeschwindigkeits-Kameratechnik kann am LZH Full-HD Video-Material mit über 12 000 Bildern pro Sekunde erfasst und mit dem Druckverlauf in der Kammer synchronisiert werden.

von mn

www.lzh.de

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