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Laseroptik trauert um ihren Gründer

Der Physiker, Erfinder und Unternehmer Dr. Johannes Ebert ist am 31. Juli im Alter von 83 Jahren in Garbsen verstorben. Er gilt als zentraler Wegbereiter der optischen Dünnschichttechnologie. Seit Anfang der 1970er-Jahre forschte er an der Universität Hannover auf dem Gebiet der Beschichtung für Laseroptiken. Mit seinen Entwicklungen und Ergebnissen – darunter die Ebert-Ionenquelle – sorgte er weltweit für Aufmerksamkeit.

Insbesondere durch die Kooperation mit Instituten konnten seine Spiegel und Beschichtungen den ersten Laseranwendungen zur Industriereife verhelfen.

Mit der Kommerzialisierung des Lasers gründete Dr. Ebert an seinem Wohnort Garbsen bei Hannover die Firma Laser­optik. Dort stellte er unter Beweis, dass seine wissenschaftlichen Erfolge auch wirtschaftlich tragfähig waren. Mit Herzblut und Ideenreichtum baute er so mit seinen ersten Mitarbeitern – darunter seine Frau Angelika an vorderster Front – ein Familienunternehmen auf, das heute 100 Mitarbeiter beschäftigt und für seine Unternehmenskultur bereits mehrfach ausgezeichnet wurde.

Sein innovatives und weitsichtiges Denken und Handeln ließen sein Lebenswerk aus kleinen Anfängen heraus zu einem Unternehmen mit Weltruf werden. Beide Söhne stiegen in die Firma ein und nahmen ihre Tätigkeit an den spezialisierten Beschichtungsanlagen auf.

2007 übergab der Senior die Geschäftsführung an seinen Sohn Dr. Wolfgang Ebert. Bis zu seinem krankheitsbedingten Ausscheiden blieb er jedoch jeden Tag im Unternehmen aktiv und weiterhin gefragter Gesprächspartner vieler Laserentwickler.

von mn

www.laseroptik.de

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