Namen & Nachrichten

Konsortium für High-Speed-Anwendungen im Bereich der optischen Konnektivität

Das Open Eye Konsortium gab heute die Festlegung seines Mehrquellenvertrages (Multi-Source Agreement, MSA) bekannt, indem es darlegt, fortschrittliche Spezifikationen für optische Module mit geringerer Latenz, höherer Energieeffizienz und niedrigeren Kosten zu standardisieren - für optische Module mit einer Geschwindigkeit von 50 Gbps, 100 Gbps, 200 Gbps und bis zu 400 Gbps für Rechenzentrumsverbindungen über Singlemode- und Multimode-Glasfasern.

Der MSA zielt darauf ab, die Einführung von PAM-4 optischen Verbindungen zu beschleunigen, die auf 50 – 400 Gbps skaliert werden, indem bestehende Standards erweitert werden, um optische Modulimplementierungen zu ermöglichen, die weniger komplexe, kostengünstigere, stromsparende und optimierte Taktrückgewinnungs- (CDR) basierte Architekturen zusätzlich zu bestehenden digitalen Signalverarbeitungs- (DSP) Architekturen verwenden.

Die Minimierung des Aufkommens an digitaler Signalverarbeitung in optischen Modulen hat viele Vorteile, darunter die deutliche Senkung von Latenzzeiten, Stromverbrauch und Kosten. Das Open Eye Industriekonsortium verpflichtet sich, seine kollektiven Innovations- und Ingenieurressourcen in die Entwicklung einer optischen Verbindung nach Industriestandard zu investieren, die eine nahtlose Komponenteninteroperabilität zwischen einer breiten Gruppe von branchenführenden Technologieanbietern, darunter Anbieter von Elektronik, Lasern und optischen Komponenten, ermöglicht.

„LightCounting prognostiziert, dass der Umsatz mit Ethernet-Produkten der nächsten Generation im Jahr 2020 500 Millionen Dollar übersteigen wird“, sagt Dale Murray, Principal Analyst bei LightCounting. Dies sei jedoch nur möglich, wenn die Lieferanten die Kundenanforderungen an Kosten und Stromverbrauch erfüllen können. Der neue Open Eye MSA erfülle diese beiden kritischen Anforderungen. Eine geringe Latenzzeit sei ein zusätzlicher Vorteil, von dem HPC- und AI-Anwendungen profitieren werden.

Der Ansatz des Open Eye MSA-Konsortiums ist eine Weiterentwicklung im Vergleich zu den heutigen optischen Knoten mit hohem Volumen, die es den Anwendern ermöglicht, auf Baudraten der nächsten Generation zu skalieren. Die anfängliche Open Eye MSA-Spezifikation konzentriert sich auf 53 Gbps pro Spur PAM-4-Lösungen für 50 G SFP, 100 G DSFP, 100 G SFP-DD, 200 G QSFP und 400 G QSFP-DD und OSFP Singlemode-Module. Nachfolgende Spezifikationen werden sich mit Multimode- und 100 Gbps pro Spur-Anwendungen beschäftigen.

MACOM und Semtech Corporation initiierten die Gründung der Open Eye MSA mit 19 derzeitigen Mitgliedern in den Klassen Promoter (Förderer) und beitragende Mitglieder (Contributor).

Zu den Förderern gehören Applied Optoelectronics Inc., Cambridge Industries (CIG), Color Chip, Juniper Networks, Luxshare-ICT, MACOM, Mellanox, Molex und Semtech Corporation.

Beitragende Mitglieder sind Accelink, Cloud Light Technology, InnoLight, Keysight Technologies, Maxim Integrated, O-Net, Optomind, Source Photonics und Sumitomo Electric.

Die erste Spezifikationsversion ist für Herbst 2019 geplant, die Produktverfügbarkeit wird im Laufe des Jahres folgen. Unternehmen, die an einer Teilnahme am Open Eye MSA interessiert sind, können sich an folgende Adresse wenden: admin@openeye-msa.org.

von mn

www.openeye-msa.org

© photonik.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten