Mikroskopie

Verbesserte Reproduzierbarkeit Konfokale Mikroskopieplattform

Leica Microsystems hat die Markteinführung seiner neuen Plattform für konfokale Mikroskopie, Stellaris, bekannt gegeben. Dank der optimierten Bildgebungsleistung eröffnet die neue Plattform laut Hersteller Forschern die Möglichkeit, mehr zu sehen sowie genauere und zuverlässigere Daten zu sammeln, um damit Hypothesen präzise zu beweisen. Die Kombination der neuen Power-HyD-Detektoren, des Weißlichtlasers und der Software liefert eine hohe Signalstärke und damit kontrastreiche Bilder mit vielen Details. Diese liefern Daten, die Wissenschaftlern helfen, Prozesse im Inneren von Zellen zu entschlüsseln - entscheidend für die Forschung in Bereichen wie Krebs und Neurowissenschaften.

Über die herkömmliche Bildgebung auf Basis der Intensität hinaus erlaubt Stellaris bei jedem Experiment den Zugang zu lebenszeitbasierten Informationen auf Basis der TauSense-Bildgebungsmodi. Diese eröffnen die Möglichkeit, mehr zu entdecken und ergänzen eine Vielzahl neuer Wege, um die Funktion von Molekülen im zellulären Kontext zu erforschen. Ein Beispiel ist die Trennung von Fluorophoren, deren Emissionen im sichtbaren Spektrum sich weitgehend überlappen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich durch die Nutzung lebenszeitbasierter Informationen die gleichzeitig effektiv nutzbaren Detektionskanäle erweitern lassen.

Die erhöhte Empfindlichkeit im blau-grünen Spektralbereich (PDE > 55 %) senkt die Nachweisgrenze und erhöht den Dynamikumfang für die am häufigsten verwendeten Fluorophore. Im erweiterten Detektionsbereichs im Nahen Infrarot (NIR) kann der Dynamikumfang im Vergleich zu den derzeit modernsten Detektoren um bis zu 67 % gesteigert werden, so der Hersteller. Die Erweiterung der effektiven Nutzung auf den NIR bietet zusätzliche Freiheiten bei der Auswahl der Farbstoffe und erlaubt es bis zu drei zusätzliche Farben zu verwenden. Für die neue Detektorgeneration kombiniert Leica seine spektralen Detektionstechnologie und einen neu konzipierten Strahlengang mit hoher Transmissionseffizienz. Zusammen ergibt sich eine effiziente Signalerfassung, um wertvolle Proben nur wenigem Licht auszusetzen. Die schonende Aufnahme von lebenden Zellen gewährleistet intakte Proben und verbessert die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse.

Die integrierte TauSense-Technologie bietet verschiedene auf Fluoreszenzlebensdauer basierende Bildgebungsmodi, ohne dass zusätzliche dedizierte Hardware erforderlich ist. Damit können Wissenschaftler beispielsweise zwischen spezifischen Fluoreszenzsignalen und unerwünschter Autofluoreszenz unterscheiden, um die Bildqualität zu steigern und Fluorophore zu trennen, die durch spektrale Entmischung zuvor nicht getrennt werden konnten.

von mn

www.leica-microsystems.com

Firmeninformationen
© photonik.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten