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FAQ Laserschutz Kann man eine mehr als zehn Jahre alte Laserschutzbrille noch bedenkenlos benutzen?

Die Beständigkeit von Laserschutzfiltern gegen Laserstrahlung ist kaum Alterungseffekten unterworfen. Dies zeigen Untersuchungen im Rahmen eines von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin BAuA am blz in Auftrag gegebenen Forschungsprojekts (‚Alterungsbeständigkeit von Laserschutzfiltern‘, Projektnummer F 2442). So weisen weder künstlich mit UV-Licht gealterte Laserschutzfilter, noch solche, die bereits viele Jahre in Benutzung waren, eine kritische Abnahme der Laserbeständigkeit auf. Analysiert wurden dabei gebräuchliche Laserschutzfiltertypen bei Wellenlängen, die in der Materialbearbeitung üblich sind.

Es lässt sich festhalten, dass es keine Hinweise auf eine Gefährdung durch eine altersbedingte Reduzierung der Laserbeständigkeit bei der Benutzung von Laserschutzbrillen mit Filtern aus Glas, PMMA- oder PC-Kunststoff für die Wellenlängen 1064 nm und 10 600 nm gibt. Eventuell muss beim Einsatz älterer Schutzbrillen aber die Arbeitsplatzbeleuchtung angepasst werden, da die Filter möglicherweise eine verringerte Lichttransmission aufweisen. Dies hat jedoch keinen negativen Einfluss auf die Schutzwirkung der Brille. Generell gilt es, die Laserschutzbrille – unabhängig vom Alter – vor jedem Gebrauch gründlich auf mögliche Beschädigungen hin zu kontrollieren. Sollten Schäden, beispielsweise Kratzer, Risse oder merkliche farbliche Veränderungen im Filter, erkennbar sein, darf die Schutzbrille nicht mehr verwendet werden und muss sofort aussortiert werden. Um optimal geschützt zu sein, ist es also vor allem wichtig, auf den ersichtlichen Gesamtzustand der Laserschutzbrille sowie mögliche Beschädigungen zu achten. Das bloße Alter der Laserschutzbrille ist hier zweitrangig. mn

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