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Namen & Nachrichten Hautdiagnostik wird mobil

Ein mobiles System zur Hautcharakterisierung soll einen erheblichen Beitrag zur flächendeckenden Diagnostik von Hauterkrankungen leisten.

Die Häufigkeit von Erkrankungen der Haut, wie zum Beispiel Neurodermitis oder Hautkrebs, hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Um Veränderungen der Haut und somit potenzielle Erkrankungen bereits in einem frühen Stadium diagnostizieren zu können, sind bisher aufwendige medizinische Untersuchungen und Analysen erforderlich. Eine flächendeckende Infrastruktur für die hier erforderliche dermatologische Fachdiagnostik ist hingegen vor allem in ländlichen Gegenden nicht vorhanden. Daraus ergibt sich die Bedeutung, miniaturisierte Vor-Ort-Diagnose-Systeme zu entwickeln, die eine unkomplizierte, schnelle Analyse ermöglichen.

Im Projekt „Mobile Bildsensoren für die Hautdiagnose (DermaSpec)“ forschen Partner aus Industrie und Wissenschaft in den kommenden drei Jahren gemeinsam an einem miniaturisierten System zur Hautcharakterisierung. Ziel ist es, eine mobil einsatzfähige Kamera zu entwickeln, die gleichermaßen für Anwendungen in der Dermatologie, Hautphysiologie, Ästhetik und Kosmetik geeignet ist und von Laien bedient werden kann. Basierend auf einem spektralen Chipimager erfasst die Kamera Bilder mit hoher spektraler und räumlicher Auflösung, wahlweise im ultravioletten, sichtbaren oder im nahen Infrarotbereich. Darüber hinaus wird ein kamerabasiertes Speckle-System für die Hautcharakterisierung erforscht, welches eine Diagnose in tieferen Hautschichten einschließt und Aussagen über die Rauheit, die Faltentiefe und deren Richtung in verschiedenen Hautregionen ermöglicht.

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