Forschung & Entwicklung

Entwicklung optischer Mischkristalle

DFG-Forschungsgruppe mit Beteiligung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) untersucht Mischkristalle aus Lithiumniobat und Lithiumtantalat.

Forscher des Instituts für Theoretische Physik der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) sind an der neuen materialwissenschaftlichen Forschungsgruppe FOR5044 ‚Periodische niedrigdimensionale Defektstrukturen in polaren Oxiden‘ beteiligt. Ko-Sprecher des an der TU Clausthal angesiedelten Projekts der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ist der JLU-Physiker Professor Simone Sanna. Die Forschungsgruppe untersucht Mischkristalle aus Lithiumniobat und Lithiumtantalat. Durch die Variation des Verhältnisses von Niob und Tantal lassen sich die Kristalleigenschaften maßschneidern. Damit ist es zum Beispiel möglich, die elektronischen und atomaren Transportprozesse zu verändern und die sogenannten ferroelektrischen Domänen kontrollieren.

Auf der einen Seite lassen sich dadurch neue Einsichten in materialwissenschaftlich-physikalische Phänomene gewinnen. Auf der anderen Seite lassen sich Materialien mit optimierten Eigenschaften für spezifische Anwendungen erstellen.

Längerfristig will der Verbund die Eigenschaften dieser Materialkombination identifizieren, die neue Anwendungen ermöglichen, insbesondere im Hochtemperaturbereich, aber auch in der integrierten Akustik, Photonik und Sensorik. Die Gießener Arbeitsgruppe Theoretische Festkörperspektroskopie unterstützt das Vorhaben der Forschungsgruppe mit computergestützten Modellen der Mischkristalle.

von mn

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