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Ein Netzwerk für „Photonikerinnen“

Photonics BW, das Innovationsnetz für Optische Technologien in Baden-Württemberg, hat ein neues Vernetzungsangebot speziell für weibliche Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen eingerichtet.

Dieses neue Vernetzungsangebot speziell für weibliche Fach- und Führungskräfte bietet Photonics BW im Rahmen des vom baden-württembergischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau mit Mitteln des EFRE-Strukturfonds geförderten Projekts „Photonics Innovation Booster“ an. Regelmäßige persönliche Treffen bieten eine Plattform für den Erfahrungsaustausch zu Fach- und Karrierethemen. Ein weiteres wichtiges Ziel für das „Women in Photonics“ Netzwerk ist es, weibliche Fach- und Führungskräfte als Rollenvorbilder sichtbarer zu machen und so zusätzliche Frauen und Mädchen für die Photonik zu gewinnen.  

Bereits zur Auftaktveranstaltung im vergangenen Dezember trafen sich rund 30 Teilnehmerinnen bei TRUMPF in Ditzingen, und auch zum zweiten Treffen im April beim Fraunhofer IOSB in Ettlingen kamen rund 25 Frauen aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Die Erwartungen der Teilnehmerinnen an das Netzwerk sind vielfältig. Neben dem fachlichen Bezug wünschen sie sich die Vernetzung im Hinblick auf Karrieremöglichkeiten. Wichtig ist ihnen insbesondere der Austausch zu Führungstechniken, sowie zur Organisation von Karriere und Familie.

Den fachlichen Rahmen definiert in der Regel der Gastgeber der Treffen. So konnten die Teilnehmerinnen beim Auftakt die „Industrie 4.0“-Pilot-Fertigung von TRUMPF besichtigen und bekamen Maschinen zur mechanischen und Laser-Bearbeitung vorgestellt. Zudem wurde die Lasertechnik bei TRUMPF vorgestellt und auf die besonderen Herausforderungen eines Projekts für die Halbleiterfertigung eingegangen. Übergreifend informierte Dr. Birgit Buschmann, Leiterin des Referats für Wirtschaft und Gleichstellung im baden-württembergischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau über die Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“, in der auch Photonics BW seit 2012 engagiert ist. Neben den Zielen und Aktivitäten des Bündnisses präsentierte sie auch Informationen zur Entwicklung des Frauenanteils in MINT-Studium und –Ausbildung sowie zum Frauenanteil in MINT-Berufen in Baden-Württemberg.

Am Fraunhofer IOSB gaben Dr. Karin Stein und Dr. Katrin Braesicke spannende Einblicke in die Signatorik und Optronik, gefolgt von einer Besichtigung der Labore zur Adaptiven Optik und der Femtosekundenlaser. Christa van Winsen von Virtual Partner regte die Teilnehmerinnen an, sich über die eigenen Werte, Ziele und Wirkungen Gedanken zu machen. Mit wertvollen Tipps für Frauen in Führungspositionen setzte sie Impulse für die anschließende angeregte Diskussion zu den Erfahrungen der Teilnehmerinnen.

Im Hinblick auf die Nachwuchsförderung soll nun die Portrait-Serie „Frauen in der Photonik“ erweitert werden, die den beruflichen Alltag und den Werdegang von weiblichen Fach- und Führungskräften präsentiert. Ergänzend zu den persönlichen Treffen wurde auf der Social Media Business-Plattform XING die Gruppe „Women in Photonics“ Netzwerk eingerichtet.

Das nächste Treffen des neuen „Women in Photonics“ Netzwerks wird für den 5. Oktober 2017 am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart geplant. Weitere Interessentinnen sind herzlich eingeladen und melden sich bitte in der Geschäftsstelle von Photonics BW.

www.photonicsbw.de

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