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Blaise-Pascal-Preis für Prof. Tajima

Prof. Toshiki Tajima, der Vater der Laserbeschleunigung, ist Gründer und Direktor des Kansai Photon Science Institute in Japan und seit Herbst 2008 Gastprofessor an der LMU München. Dort erforschen die Physiker des Exzellenzclusters Munich-Centre for Advanced Photonics (MAP), Garching, wie sich Elektronen- und Ionenstrahlen für Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen mittels Laserlicht herstellen lassen. Prof. Tajima unterstützt sie dabei durch theoretischen Arbeiten zur Erzeugung solcher energiereicher Teilchenstrahlen. <br>Wie am 18. September mitgeteilt wurde, erhält er nun als einer der Preisträger den Blaise-Pascal-Preis, den Frankreich seit 1996 jährlich an hochrangige ausländische Wissenschaftler aller Fachrichtungen verleiht. Der Preis geht zurück auf den französischen Mathematiker, Physiker und Philosophen Blaise Pascal (1623-1662), der u.a. eine Rechenmaschine entwarf und Theorien zur Wahrscheinlichkeitsrechnung und zum hydrostatischen Druck entwickelte. <br>Die Preisträger sind für mindestens zwölf Monate berechtigt, an Projekten ihrer Wahl in der Region Ile-de-France zu forschen und Vorlesungen zu halten. Damit verbunden ist auch ein Preisgeld der Eliteuniversität Ecole Normale Supérieure, Paris, das sie nach eigenem Ermessen verwenden dürfen. <br>Tajima, der die Preisverleihung gerührt als fantastisch und eine große Ehre kommentierte, wird in Paris eine Reihe von zehn Vorträgen halten und diese am 22. Oktober mit einer Antrittsvorlesung über Hochfeldphysik und Laserbeschleunigung beginnen.

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