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Namen & Nachrichten Biomedizinische Anwendung von Makromolekülen

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker verleiht den Georg-Manecke-Preis an Göttinger Nachwuchswissenschaftler.

Die GDCh würdigt die Arbeiten von Dr. Sebastian Kruss an hybriden Biomaterialien, insbesondere fluoreszierende Nanosensoren, für die biomedizinische Forschung. Der Nachwuchsgruppenleiter am Institut für Physikalische Chemie der Universität Göttingen erhielt die mit 7000 Euro dotierte Auszeichnung im Rahmen des internationalen Symposiums „Functional Biointerfaces“ in Berlin.

Kruss beschäftigt sich mit der Untersuchung von Nanomaterialien und der Frage, wie man deren vorteilhafte Eigenschaften gezielt nutzbar machen kann. Er kombiniert unter anderem fluoreszierende Kohlenstoffnanoröhren so mit Makromolekülen, dass sie Biomoleküle erkennen und dabei ihre Fluoreszenz im nahen Infrarotbereich verändern. Solche Biosensoren können für die chemische Bildgebung in der Mikroskopie eingesetzt werden. Mit dieser Technologie kann beispielsweise die chemische Kommunikation mittels Neurotransmittern zwischen Nervenzellen sichtbar gemacht werden.

Sebastian Kruss studierte Chemie und Biophysik an der Universität Heidelberg. Nach seiner Promotion im Jahr 2011 am Stuttgarter Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme forschte er als Postdoc am Massachusetts Institute of Techology in den USA. Seit Ende 2014 leitet er eine Nachwuchsgruppe am Göttinger Institut für Physikalische Chemie. Seine Arbeiten werden unter anderem durch den Fonds der chemischen Industrie und den Göttinger Exzellenzcluster „Mikroskopie im Nanometerbereich und Molekularphysiologie des Gehirns (CNMPB)“ unterstützt.

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