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Auszeichnung für Raman-Spektroskopiemethode

Mikroskope eröffnen uns Einblick in Zellen und die darin ablaufenden biochemischen Prozesse. Vorgänge, die sich innerhalb einzelner Moleküle, also auf wesentlich kleineren Skalen, abspielen, sind das Forschungsgebiet von Dr. Marie Richard-Lacroix. Mithilfe der spitzenverstärkten Raman-Spektroskopie untersucht die Wissenschaftlerin vom Leibniz-Institut für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) und der Friedrich-Schiller-Universität Jena Moleküle im Nanometerbereich. Für ihre Forschungsarbeiten wurde sie während der International Conference on Raman Spectroscopy (ICORS) in Jeju, Korea mit dem ‚Raman Award for the Best Junior Researcher‘ ausgezeichnet. Seit 2014 werden die Raman Awards an führende Wissenschaftler für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Raman-Spektroskopie verliehen.

Dr. Marie Richard-Lacroix forscht und engagiert sich in der Lehre seit 2016 in der Gruppe von Professor Volker Deckert an der Universität Jena und am Leibniz-IPHT auf dem Gebiet der spitzenverstärkten Raman-Spektroskopie (engl. tip-enhanced Raman spectroscopy – TERS). Die lichtbasierte Untersuchungsmethode liefert neben der Information über die chemische Zusammensetzung einer Probe eine extrem hohe räumliche Auflösung. Die gewonnenen Daten nutzt die Chemikerin, um molekulare Reaktionsmechanismen aufzuklären. Die Auszeichnung mit dem angesehenen Raman Award sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer eigenständigen wissenschaftlichen Karriere, sagt Deckert.

Jena steche als herausragender Ort für Optik und Spektroskopie international hervor. Der interdisziplinäre Forschungsfokus, exzellente Laborausstattung und die gute Vernetzung mit Kooperationspartnern seien ideale Bedingungen, um ihr eigenes Forschungsthema auszubauen, beantwortet die gebürtige Kanadierin die Frage, warum sie sich entschieden hat nach ihrer Promotion nach Jena zu kommen.

von mn

www.leibniz-ipht.de

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