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Auszeichnung für den Mikro-3D-Druck

Der DPG-Technologietransferpreis geht an Nanoscribe und das Karlsruher Institut für Technologie für den erfolgreichen Transfer der 3D-Laserlithografie aus der Forschung in ein wirtschaftliches Produkt.

Am 7. März 2018 wurde in Erlangen der Technologietransferpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) gemeinschaftlich an die Nanoscribe GmbH, das Institut für Nanotechnologie (INT) und das Innovationsmanagement des Karlsruher Institutes für Technologie (KIT) überreicht. Die Auszeichnung wird für die erfolgreiche Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse in wirtschaftlich erfolgreiche und nützliche Produkte vergeben.

Das im Jahr 2007 gegründete KIT-Spin Off Nanoscribe erzielte 2017 mit dem Verkauf hochpräziser 3D-Drucker für die Nano- und Mikrofabrikation einen zweistelligen Millionenumsatz. Die Geräte arbeiten auf Basis der 3D-Laserlithografie, einem zukunftsweisenden 3D-Druckverfahren, das Forscher am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelt haben.

Das Interesse an den Präzisionsdruckern in Wissenschaft und Industrie ist groß: Heute sind mehr als 150 Geräte der Firma in über 30 Ländern im Einsatz. Von anfänglich vier Mitarbeitern sei das Unternehmen aktuell auf 60 Mitarbeiter gewachsen, so der Mitgründer und Geschäftsführer Martin Hermatschweiler. Das Unternehmen plant Ende 2019 den 30 Millionen Euro Neubau des Zeiss Innovation Hubs am KIT zu beziehen.

Bei der 3D-Laserlithografie härtet ein Laserstrahl computergesteuert Strukturen in einem Fotolack aus. Ursprünglich wurde das Verfahren zur Herstellung Photonischer Kristalle entwickelt, die maßgeschneiderte optische Eigenschaften ermöglichen. Martin Wegener, Professor am Institut für Angewandte Physik und einer der Direktoren des Instituts für Nanotechnologie des KIT, erkannte, dass es sich darüber hinaus zur Herstellung nahezu jeglicher komplexer dreidimensionaler Mikrostrukturen eignet. Mit der Ausgründung gelang es, das 3D-Druck-Werkzeug für vielfältigste Anwendungen weiter zu entwickeln und ökonomischen Gesichtspunkten Rechnung zu tragen.

Aktuelle Anwendungen, die versprechen Realität zu werden, reichen beispielsweise von gedruckten Mikromaschinen für den Transport unbeweglicher aber ansonsten kerngesunder Spermien über Objektive auf Glasfasern für die minimalinvasive Endoskopie bis hin zur Entwicklung optischer Tarnkappen.

von mg

www.nanoscribe.de

www.int.kit.edu

www.irm.kit.edu

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