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Aachen wird Zentrum für die Optikproduktion

Im neuen Aachen Center for Optics Production (ACOP) bündelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT seine Kompetenzen mit der regionalen optischen Industrie, um gemeinsam eine digitale, vernetzte Infrastruktur für die Optikproduktion zu schaffen.

Die Aachener Forscher prüfen sowohl die Herstellungsprozesse von Bauteilen aus Glas und Kunststoff als auch die eingesetzten Technologien. Die einzelnen Schritte der Prozesskette – von der Simulation über die Replikation und Montage der Optiken bis zur Qualitätsprüfung durch hochpräzise Messtechnik – werden von den Forschern digital verknüpft, um Rückschlüsse auf Verbesserungen zu ziehen. Auf diese Weise kann die Fertigung schneller und kostengünstiger gestaltet werden.

Geeignete IT-Technologien, Datenstrukturen und Schnittstellen sollen dazu beitragen, Informationen prozessübergreifend zu nutzen, das Prozessverständnis zu verbessern und dadurch langwierige Iterationen und Fehler zu reduzieren. Die Forscher setzen dafür auf Entwicklungen der Industrie 4.0 wie den digitalen Zwilling, Methoden der Data Analytics und cloudbasierte Dienste, die bisher in der optischen Industrie noch wenig zur Anwendung kommen.

Während des Aufbaus des neuen Optikzentrums arbeitet das Fraunhofer IPT mit zunächst elf Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen zusammen. Vor allem Aachen ist stark vertreten. Neben international etablierten Unternehmen wie Hella und Limo bindet das Fraunhofer IPT lokale Unternehmen wie Innolite und Son-x ein. Das Konsortium ist breit aufgestellt: Branchen von Automotive bis zur Medizintechnik sind vertreten. Und es steht weiteren interessierten Unternehmen offen, sagt Tobias Müller vom Fraunhofer IPT, der den Aufbau des ACOP organsiert und steuert.

Eine Eröffnungsveranstaltung des ACOP findet am 2. Dezember 2019 statt. Interessierte Unternehmen, die an der Auftaktveranstaltung teilnehmen möchten, können sich bis zum 15. November 2019 bei Helen Kolb (optics@ipt.fraunhofer.de) am Fraunhofer IPT anmelden.

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Zusammenarbeit mit einem Betrag von 2,8 Millionen Euro über einen Zeitraum von zunächst drei Jahren. Das ACOP wird im Rahmen des Projekts Everpro aufgebaut, das aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird.

von mg

www.ipt.fraunhofer.de

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