Namen & Nachrichten -

200 Jahre Fraunhofer'sche Linien

Die Entdeckung und systematische Beschreibung der Absorptionslinien im Sonnenspektrum durch Joseph von Fraunhofer jährt sich zum 200. Mal. <br> 1814 hatte er diese Entdeckung veröffentlicht und für seine Messung an optischen Gläsern genutzt.

Mit seiner Entdeckung und systematischen Beschreibung von insgesamt 570 Absorptionslinien trug Joseph von Fraunhofer entscheidend zum Verständnis über die spektrale Zusammensetzung des Lichtes bei und legte damit den Grundstein zur Entwicklung der Quantenphysik. Aufgrund ihrer bekannten Wellenlängen werden die Fraunhoferschen Linien zur Bestimmung optischer Materialparameter genutzt. Zwar hatte der englische Wissenschaftler William Hyde Wollaston schon 1802 solche dunklen Linien im Sonnenspektrum entdeckt, doch Fraunhofer veröffentlichte seine Entdeckung und nutzte dieser Linien die Fraunhoferschen Linien für die Messung an optischen Gläsern. In der Astronomie erlauben die Absorptionslinien im Sonnenspektrum Rückschlüsse auf die chemische Zusammensetzung und Temperatur der Gasatmosphäre der Sonne und der Sterne.Dieses 200. Jubiläum hat die Fraunhofer-Gesellschaft am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena mit einem Festakt gefeiert. Als Höhepunkt wurde ein restauriertes Meridian-Instrument mit Optiken aus der Fraunhofer Werkstatt erstmals seit 100 Jahren wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In seiner Festrede zum Forscher und Unternehmer Joseph von Fraunhofer betonte der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Dr. Reimund Neugebauer die Bedeutung Fraunhofers als Namensgeber der Fraunhofer-Gesellschaft, als Verbindung von Exzellenz und Originalität zum Nutzen der Wirtschaft. In den Festreden des Wissenschaftsautors Dr. Josef M. Gaßner, des Geschäftsführers der Jena-Optronik GmbH Herr Dietmar Ratzsch sowie von Prof. Dr. Jürgen Teichmann vom Deutschen Museum wurden unter anderem anschaulich die Beobachtungen von Joseph von Fraunhofer erklärt und deren Bedeutung für aktuelle Forschungsgebiete erläutert. Prof. Dr. Andreas Tünnermann, Institutsleiter des Fraunhofer IOF, betonte, dass die Optikregion Jena zu den international leistungsfähigsten Zentren der Optik zähle, ganz in der Tradition der Optikpioniere Zeiss, Abbe und Schott. Die enge Partnerschaft von Wissenschaft und Wirtschaft sie ganz nach dem Vorbild Fraunhofers, der Forschung, Erfinder- und Unternehmertum verband.

Firmeninformationen
© photonik.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten