TU Berlin: 11 Millionen Euro für optische Technologien - Photonik

TU Berlin: 11 Millionen Euro für optische Technologien

In der dritten Förderphase für den Sonderforschungsbereich „Halbleiter-Nanophotonik“ soll die Stellung der Photonik-Forschung weiter gefestigt, der Nachwuchs verstärkt gefördert und Industriepartnerschaften angestrebt werden.

Bild: SFB 787

Der Sonderforschungsbereich „Halbleiter-Nanophotonik: Materialien, Modelle, Bauelemente“ (SFB 787) der TU Berlin geht in die dritte Phase: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den SFB 787 von 2016 bis 2019 für weitere vier Jahre mit über 11 Millionen Euro.

Prof. Michael Kneissl vom Institut für Festkörperphysik der TU Berlin und Sprecher des Sonderforschungsbereichs sieht dies als eine große Anerkennung für die sehr erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre, in denen der SFB 787 auch einen wesentlichen Beitrag zur Profilbildung der TU Berlin geleistet hat. In der dritten Förderperiode solle Berlins führende Stellung im Bereich der Halbleiter-Photonik-Forschung in Deutschland und Europa weiter gefestigt werden, so der Wissenschaftler.

Das Forschungsspektrum reicht von der Entwicklung von Qubit-Emittern für die absolut sichere Datenübertragung mittels Quantenkryptographie über energieeffiziente Nanolaser für Multi-Tera-Bus-Verbindungen und ultraschnelle Datenkommunikationssysteme bis hin zu Hochleistungslaserdioden im fernen ultravioletten Spektralbereich für die Materialbearbeitung und Anwendungen in der medizinischen Diagnostik. Auch das neu vorgeschlagene integrierte Graduiertenkolleg – die School of Nanophotonics – soll in der dritten Phase gefördert werden. Derzeit hat die School of Nanophotonics mehr als 80 Doktorandinnen und Doktoranden.

Photonics ist einer der am schnellsten wachsenden Industriezweige in Europa. Alleine in Deutschland sollen bis zum Jahr 2020 mehr als 30 000 neue Arbeitsplätze im Bereich optischer Technologien entstehen – für die Doktorandinnen und Doktoranden also ein aussichtsreiches Berufsfeld. Auch Entrepreneurship ist SFB-Themenschwerpunkt: In den vergangenen vier Jahren erzielte der SFB 787 mit den Ausgründungen UV Photonics NT GmbH und Sicoya GmbH erste Erfolge. Die Inkubatoraktivitäten beschränken sich aber nicht nur auf Ausgründungen, sondern zeigen sich auch in der Zusammenarbeit mit Industriepartnern in Berlin, Deutschland und weltweit. Gerade für einen anwendungsnah forschenden Sonderforschungsbereich sei der Transferaspekt sehr wichtig, so Kneissl. Darum sei es auch ein wichtiges Ziel, in der kommenden Förderphase Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung mit Industriepartnern bis zur Anwendung weiterzuentwickeln.

www.sfb787.tu-berlin.de

 
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