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Konferenzberichte

Optische Lösungen für diemedizinische Forschung und Praxis

16.10.2008

Neue Konzepte für die Krebsdiagnostik und die schnelle Erkennung von Keimen in Luft und Trinkwasser gehörten zu den Höhepunkten der Tagung “Photonics meets Life Sciences“.

Prof. Dagmar Schipanski, Präsidentin des Thüringer Landtags und der Deutschen Krebshilfe im Gespräch mit Prof. Markus Sauer, Uni Bielefeld, vom Verbundprojekt Superresolution

Rund 200 Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik trafen sich vom 22.–25. September in Jena, um über Bedarfsfelder, Perspektiven und die Forschungsförderung in der Biophotonik zu diskutieren. Es wurde deutlich, wie vielfältig Ärzte, Patienten und auch die Gesellschaft als Ganzes von den optischen Technologien profitieren können. BMBF-Staatssekretär Prof. Frieder Meyer-Krahmer sprach zur Kongresseröffnung von der Gesundheitsforschung als einem Zukunftsfeld, in dem langfristig neue Arbeitsplätze entstehen und gravierende Verbesserungen für das Leben der Menschen zu erwarten seien.
Dazu ist die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft in zielgerichteten Projekten unverzichtbar, um neueste Technologien schnell in praxisorientierte und marktfähige Lösungen umzusetzen. Dies gelte auch für sein Unternehmen, betonte Dr. Frank Stietz, Entwickungsleiter der Carl Zeiss AG, der ein neues Laserscanning-Mikroskop für die biomedizinische Forschung als gelungenes Beispiel der Verbundforschung präsentierte.
Greifbare Erfolge der Forschungsförderung zeigte auch die Ausstellung des Forschungsschwerpunktes Biophotonik. So sind aus BMBF-geförderten Verbundprojekten in diesem Jahr gleich zwei marktreife Geräte für die schnelle Erfassung von Keimen bzw. Pollen in der Luft hervorgegangen. 2009 werden insgesamt acht Forschungsverbünde ihre Arbeiten abschließen. Deren Zielsetzungen reichen von der Erarbeitung neuer Plattformen für die Beobachtung lebender Zellen bis hin zur Vorhersage des Herzinfarkt-Risikos mit einem Schnelltest für die Arztpraxis.
Im Vortragsprogramm wurden aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt und fachübergreifende Fragen diskutiert, beispielsweise welche Anforderungen Mediziner an optische Lösungen stellen und wie die moderne Bildverarbeitung zur Entwicklung optischer Systeme beitragen kann.
Die Fachdiskussion wurde in zwei begleitenden Arbeitstreffen des Forschungsschwerpunktes Biophotonik und des Arbeitskreises Biophotonik der DGaO fortgeführt.
Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan. Organisiert wurde sie vom IPHT Jena und dem Forschungsschwerpunkt Biophotonik, der sich im kommenden Jahr wie bereits 2007 im internationalen Umfeld der Münchner LASER.World of Photonics präsentieren wird.

Photonik 5/2008

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