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Ehrungen und Preise
Meyenburg-Preis an Stefan Hell
13.12.2011
Die mit 50 000 € dotierte Auszeichnung wird dieses Jahr für die Entwicklung der STED-Lichtmikroskopie verliehen, mit der es erstmals möglich wurde, lebende Zellen bis auf die nanomolekulare Ebene zu beobachten.

Am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg wurde am 17. November der Meyenburg-Preis an den Physiker Prof. Stefan Hell verliehen. Dr. Marion Meyenburg, die Tochter des Stifterehepaars Wilhelm und Maria Meyenburg, überreichte persönlich den Preis im Rahmen eines Symposiums. Die Auszeichnung, die seit 1981 jährlich für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Krebsforschung und Krebsbehandlung vergeben wird, gehört zu den am höchsten dotierten Wissenschaftspreisen in Deutschland.
Hell ist Direktor am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie (MPIbpc) in Göttingen und gleichzeitig Abteilungsleiter im DKFZ. Er erhielt die Auszeichnung für die Entwicklung der Stimulated Emission Depletion Mikroskopie (STED), mit der sich lichtmikroskopische Auflösungen von 20–50 nm erreichen lassen, weit unterhalb der Abbeschen Beugungsgrenze des Lichts. Vor Kurzem gelang es Hell, Stränge der menschlichen DNA mithilfe des STED-Verfahrens sichtbar zu machen. In Zukunft könnte es so möglich sein, Wiederholungen oder Lücken innerhalb der DNA zu erkennen – also Fehler, die teils schwere Krankheiten verursachen, bis hin zu Krebs.
Stefan Hell wurde 1962 geboren und promovierte 1990 an der Universität Heidelberg in Physik. Nach Forschungsarbeiten am Europäischen Molekularbiologischen Labor (EMBL) in Heidelberg und an der Universität von Turku, Finnland, ging er ans MPIbpc in Göttingen, wo er 2002 zum Max-Planck-Direktor berufen wurde. Seit 2008 leitet Hell die Abteilung Optisch hochauflösende Mikroskopie im DKFZ. Er erhielt für seine Arbeiten bereits zahlreiche Preise, darunter den Innovationspreis des Deutschen Bundespräsidenten (2006), den Gottfried Wilhelm Leibniz Preis (2008) und den Familie Hansen Preis (2010).
Photonik 6/2011
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