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Rückblick Optatec 2012

06.07.2012

Auf der 11. Optatec zeigten sich viele der 488 Aussteller zufrieden mit insgesamt 5179 Besuchern und mit der Qualität der Fachgespräche. Allerdings hatte die Messe zuletzt im Jahr 2010 noch 529 Aussteller.

Am OptecNet-Gemeinschaftsstand war auch das Job-Board ein Besuchermagnet

"Vom 22. bis 25. Mai traf sich die Photonik-Branche auf dem Frankfurter Messeparkett. Laut Veranstalter P.E. Schall stieg der Anteil der ausländischen Aussteller diesmal auf „knapp über 50%“. Tatsächlich muss man im Vergleich zur vorigen Optatec 2010 aber feststellen, dass die Zahl der ausländischen Aussteller leicht von 251 auf 240 zurück ging (-4%), während die Zahl der deutschen Aussteller von 278 auf 248 deutlich spürbarer sank (-11%).
Bei den 5179 Fachbesuchern (-1%) lag der Auslandsanteil bei 32%. Neben Experten der Branche kamen auch Interessenten, die in die Photonik-Spitzenforschung und Technologie investieren möchten. Viele Aussteller z.B. aus dem Maschinen- und Anlagenbau lobten die ausgezeichnete Qualität der Besucher, die sie als auffallend gut vorbereitet beschrieben. Neben ausreichender Zeit für fundierte Fachgespräche brächte dieses Publikum teils auch eine spürbare Investitionsbereitschaft mit.
Unter den vielen präsentierten Innovationen seien hier stellvertretend nur drei genannt:
• Das Fraunhofer IPT, Aachen, stellte eine Maschine zum Zentrierdrehen bereits gefasster Linsen vor. Diese werden mit einem integrierten Autokollimator der Trioptics GmbH, Wedel, vermessen und die Fassung dann kontrolliert unrund (exzentrisch) bearbeitet, so dass sie kolinear mit der optischen Achse der Linse liegt und leicht in einem Präzisionsobjektiv montiert werden kann.
• Das Fraunhofer IPMS, Dresden, hat einen Mikrospiegel-basierten Zeilenlichtmodulator entwickelt, der im Gegensatz zu zweidimensionalen Lichtmodulatoren auch mit intensiven Dauerlichtquellen oder ultrakurz gepulsten Lasern einsetzbar ist. Bei 8000 Pixelspalten („Metapixeln“) werden Bildraten bis 1 MHz erreicht.
• Die Son-x GmbH, Aachen, ermöglicht die präzise Diamantzerspanung von gehärtetem Stahl mit einer schnell schwingenden Werkzeughalterung. Die in Schnittrichtung vor und zurück gleitende Ultraschall-Schwingung des Diamanten verhindert, dass aus diesem heraus Kohlenstoff in das stählerne Werkstück hinein diffundiert und die Schneide dadurch vorzeitig degradiert.
Neben dem stets gut frequentierten OptecNet-Gemeinschaftsstand bot das Forum anwendungsbezogene Vorträge aus Industrie und Forschung, die von 1109 Fachbesuchern genutzt wurden. Am vorletzten Messetag gab es auf diesem Podium auch einen CEO-Roundtable mit den Geschäftsführern von Idex, Edmund Optics, Satisloh, Qioptiq und Sill Optics sowie Prof. Kaiser vom Fraunhofer IOF. Die Expertenrunde diskutierte Zukunftsrezepte für die Vorzeigebranche Photonik und warf einen optimistischen Blick in die nächste Dekade. Außerdem beleuchtete das Rahmenprogramm “Green Photonics Forum“ Herausforderungen in den Bereichen Energie und Umwelt.
Die auf dem Job-Board des OptecNet-Gemeinschaftsstands veröffentlichten Stellenangebote wurden von den Messebesuchern mit guter Resonanz genutzt. Wer sich darüber hinaus zu Karriere-Chancen bei den Mitgliedsfirmen der Kompetenznetze informieren möchte, findet weitere freie Stellen auf der OptecNet-Website.
Von den Ausstellern wurde verbreitet hinterfragt, warum eine so überschaubare Veranstaltung wie die Optatec vier Messetage benötigt und nicht auch mit drei Tagen auskommen sollte, wie so manche sehr viel größere reine Fachmesse. Die Terminankündigung von P.E. Schall für die 12. Optatec lautet derzeit auf den 20.–22. Mai 2014; das wären dann die geforderten drei Tage – leider aber so wie dieses Jahr wieder zeitgleich zur Münchener Automatica (20.–23. Mai 2014). Immerhin scheint eine Kollision mit der Nürnberger Sensor+Test vermieden, die vom 3.–5. Juni 2014 stattfinden soll."

Photonik 4/2012

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