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Trade Fairs & Markets
Höhenflug im Laseranlagen-Markt
28.03.2012
Energieeffiziente Hochleistungs-Lasersysteme für Materialbearbeitungs-Anwendungen erleben eine Rekord-Nachfrage.

Der Weltmarkt für Lasersysteme zur Materialbearbeitung erreichte im Jahr 2011 nach einer aktuellen Untersuchung von Optech Consulting, Tägerwilen, Schweiz, ein Rekordvolumen von 7,2 Mrd. €. Damit lagen die Umsätze um 22% über dem Vorjahreswert (5,9 Mrd. €) und um 90% über dem Wert im Krisenjahr 2009 (3,8 Mrd. €). Ostasien verzeichnet derzeit die mit Abstand höchsten Zuwachsraten. In China, Korea und Taiwan wächst die Laser-Nachfrage steil an, aber auch in anderen Ländern mit hohem Wachstum der Industrieproduktion nimmt die Nachfrage zu, wie z.B. in Indien und Brasilien.
Der Markt unterteilt sich in Lasersysteme zur Makrobearbeitung − vor allem zum Schneiden, Schweißen und Beschriften − mit einem Marktvolumen von rund 5 Mrd. €, die übrigen rund 2 Mrd. € entfallen auf Laser-Mikrobearbeitungs-Systeme, u.a. zur Produktion von Halbleitern, Flachbildschirmen, Leiterplatten und Solarzellen. Makro- und Mikrobearbeitung mit Lasern tragen gleichermaßen zum derzeitigen Höhenflug der Branche bei.
In der Makrobearbeitung setzen Faser- und Scheiben-basierte Festkörperlaser den herausragenden Trend: beim Schneiden von Blechen, dem größten Anwendungsgebiet der Lasermaterialbearbeitung überhaupt, sind sie inzwischen weit vorgedrungen. Zwar sind die neuen Lasertypen noch nicht für alle Schneidanwendungen geeignet, und ihre Vorteile kommen bisher primär beim Schneiden dünner Bleche zum Tragen, dennoch steigt ihr Marktanteil schon deutlich an. Ein Grund hierfür ist die Genügsamkeit der neuen Laser. Während Hochleistungs-CO2-Laser, die angestammten Arbeitspferde beim Laserschneiden, elektrische Leistungen bis 100 kW bei <10% Energieeffizienz verschlingen, sind Scheiben- und Faserlaser bei sehr viel größeren Wirkungsgraden hocheffiziente thermische Werkzeuge.
Der führende Laserhersteller Trumpf, Ditzingen, liefert bereits gut 10% seiner Blech-Schneidemaschinen mit Scheibenlasern aus. Für die anderen Hersteller von Schneidanlagen, die überwiegend auf Faserlaser setzen, dürfte im Durchschnitt ein ähnlicher Prozentsatz gelten. Der Erfolg der neuen Laser beim Schneiden kommt mehrere Jahre nach deren Durchbruch beim Schweißen, wo Scheiben-, Faser- und auch Diodenlaser schon vor längerer Zeit die Oberhand gegenüber den CO2-Lasern gewonnen haben.
Auch in der Mikrobearbeitung verzeichneten Laser und Lasersysteme im Jahr 2011 einen starken Nachfrageanstieg. Hier profitiert die Branche gleich von mehreren Trends. Sowohl Halbleiter als auch Leiterplatten verlangen nach immer kleineren Strukturen, um die Leistungsfähigkeit der Schaltkreise zu steigern und tragbare Geräte leichter, kleiner und kostengünstiger zu machen. Das Werkzeug Laser ist praktisch konkurrenzlos beim Schreiben immer feinerer Halbleiterstrukturen.
Auch bei der Fertigung neuester Flachbildschirme kommen zunehmend Laser zum Einsatz, und zwar sowohl für die hochauflösenden Displays von Smartphones und Tablet-Computern als auch für die großformatigen LED- und OLED-Displays von Fernsehgeräten und Computermonitoren. Ein weiteres wachsendes Anwendungsfeld der Lasermikrobearbeitung ist die Produktion von Solarzellen, wo Laser-Strukturierungsprozesse die Energieeffizienz der Zellen steigern.
Die Schweizer Unternehmensberatung Optech Consulting unter der Leitung von Dr. Arnold Mayer wurde im Jahr 1992 gegründet und ist spezialisiert auf Marktstudien und Marketingberatung für die Laser- und Photonik-Industrie.
Photonik NL7/2012
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