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Vorschau Photonics West 2012

29.11.2011

Mit großen Schritten erobern deutsche Hersteller und Entwickler das Feld der Optischen Technologien in Nordamerika. Gleich 54 Aussteller allein im deutschen Gemeinschaftsstand zeichnen auf der Photonics West 2012 ein leuchtendes Bild der innovativen deutschen Photoniklandschaft und machen den “German Pavilion“ wieder zu einem zentralen Anlaufpunkt der Fachmesse.

German Pavillion im Eingangsbereich der North Hall

Mehr als 19 000 internationale Fachbesucher und über 1150 Aussteller erwartet der Veranstalter SPIE zur Photonics West vom 21.-26. Januar im Moscone Center in San Francisco, Kalifornien. Die bedeutendste US-amerikanische Photonik-Messe gilt als ein globaler Branchentreffpunkt. Sie beginnt am Samstag und Sonntag (21.-22. Januar) mit der BiOS Exhibition in einem abgetrennten Teil der South Hall, von Dienstag bis Donnerstag (24.-26. Januar) findet dann die Photonics West Exhibition in der North und South Hall statt. Auch die deutschen Branchenteilnehmer wissen die Kombination aus Messe und wissenschaftlich-technischem sowie wirtschaftspolitischem Tagungsprogramm zu schätzen. Dabei stellt die unmittelbare Nähe zu den amerikanischen Kunden und Herstellern einen großen Vorteil dar, so dass viele deutsche Aussteller und Veranstaltungsteilnehmer die Gelegenheit zu anschließenden Vorortbesuchen bei Geschäftspartnern und Zulieferern nutzen.
Beim prominent platzierten deutschen Gemeinschaftsstand sorgt allein schon die Ausstellungsfläche für Aufmerksamkeit und ein hohes Besucheraufkommen: Mit mehr als 418 qm ist der “German Pavilion“ erneut größter Stand der Messe. Hier können Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft ihre innovativen Produkte wirkungsvoll präsentieren und gezielt über ihre Lösungen informieren.
Deutschland ist bereits seit 2004 mit einem Gemeinschaftsstand auf der Photonics West vertreten. Gemeinsam mit dem Industrieverband Spectaris und dem Internationalen Messe- und Ausstellungsdienst IMAG bietet OptecNet Deutschland seinen Mitgliedern diese Leistung, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert wird. Der OptecNet-Vorstandvorsitzende Dr. Klaus Schindler betont, dass gerade kleine Firmen von dem unkomplizierten und preislich attraktiven Angebot für die Messepräsenz profitieren und nennt damit einen der Gründe, die dafür sprechen, auf dem Gemeinschaftsstand neben anderen starken deutschen Marken präsent zu sein. Genau diese Präsenz eines Unternehmens werde von vielen Kunden und Partnern aus dem amerikanischen Raum erwartet.
Wer Kontakte pflegen, ausbauen oder knüpfen möchte, dem bietet auch der traditionelle “German Evening“ eine gute Gelegenheit für neue Impulse. Seit 2005 bietet das deutsche Generalkonsulat in San Francisco anlässlich der Photonics West geladenen Gästen einen Austausch mit interessanten Gesprächspartnern in dieser besonderen Atmosphäre.
Laut Spectaris ist der US-Markt der drittwichtigste Abnehmer von Produkten aus dem Bereich der Optischen Technologien aus Deutschland: Rund 10% aller deutschen Laser, LEDs und optischen Komponenten werden in die Vereinigten Staaten exportiert. Nach Angaben des Industrieverbandes erfuhr der Export 2010 einen Zuwachs von rund 50% auf 417 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr.
Der begleitend zur Messe stattfindende hochkarätige Kongress mit rund 4200 Vorträgen und 65 Fachkursen unterteilt sich in fünf Hauptkonferenzen:
• BiOS: Biomedical Optics Symposium mit 36 Konferenzen und 1800 Vorträgen, parallel dazu die zweitägige BiOS Exhibition.
• LASE: Lasers and Applications in Science and Engineering mit 27 Konferenzen und 715 Vorträgen.
• OPTO: Optoelectronic Materials, Devices and Applications mit 33 Konferenzen und 1500 Vorträgen.
• MOEMS/MEMS: Micro and Nanofabrication mit neun Konferenzen und 220 Vorträgen.
• Green Photonics: Das virtuelle Symposium mit 50 Vorträgen und dem Green Photonics Award.
Dabei haben viele der Vorträge einen weniger akademischen Charakter, als dies für vergleichbare Kongresse in Europa typisch wäre. Oft zielen sie vielmehr darauf ab, konkrete Produkte oder Verfahrensentwicklungen darzustellen. Auch diese Form findet beim Publikum viel Beachtung, denn gerade die Kombination aus Messe und anwendungsnaher Konferenz wird als repräsentative Gesamtschau zum aktuellen Stand der Optischen Technologien wahrgenommen. Innovative Unternehmen passen daher den Zeitplan für ihre Neuentwicklungen teils auch daran an, diese Ende Januar in San Francisco der Photonik-Welt präsentieren zu können. Dabei zu sein ist in jedem Fall lohnend.

Photonik NL28/2011

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