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Messen und Märkte
VISION 2011
06.06.2011
Der Bereich Medizintechnik wird einer der Schwerpunkte der Internationalen Fachmesse für Bildverarbeitung. Neben Produktneuheiten werden Aussteller den Besuchern erstmals einen Medizintechnik-Parcours präsentieren.

Zum 24. Mal öffnet die VISION vom 8. bis 10. November 2011 auf dem Stuttgarter Messegelände ihre Tore. Im Fokus soll dieses Jahr die kameragestützte Medizintechnik bei Früherkennungs-, Diagnose-, Behandlungs-, Archivierungs- und Schulungsmethoden stehen. Als fünftwichtigste Besucherbranche wahrgenommen, plant der Fachbereich Industrielle Bildverarbeitung des VDMA im Rahmen der Industrial VISION Days verschiedene Vorträge zu medizintechnischen Anwendungen. Im Medizintechnik-Bereich werden verschiedene Anwendungen präsentiert, z.B Minikameras für endoskopische Untersuchungen oder zur minimalinvasiven Chirurgie, Scanner zum Verbessern der Qualität von Zahnersatz, Hautscanner zur Identifizierung von Hautkrebs, empfindliche Digitalkameras zur Analyse der Netzhaut in der Augenheilkunde, Bewegungsanalysen in der Sportmedizin und Orthopädie, roboterunterstützte Operationen, Simulation von Schönheitskorrekturen, Überwachung und Dokumentation von Operationen sowie Bildverarbeitungssysteme zur Unterstützung der medizinischer Ausbildung.
Verschiedene Aussteller zeigen, wie nützlich Bildverarbeitungssysteme in der Medizintechnik sein können. In der digitalen Zahnheilkunde werden z.B. mit dem Dentalscanner intraoral Gebiss-Bilddaten erfasst, in ein 3D-Datenmodell umgerechnet und online ans Labor weitergegeben, wo die Modellierung des Zahnersatzes automatisiert erfolgt. Ein Schwerpunkt am Forschungszentrum Carinthian Tech Research (CTR) in Villach, Österreich, liegt auf der multispektralen Bildverarbeitung, die stoffliche Information in den Wellenlängenbereichen UV, VIS, NIR, MWIR und THz liefert. Eine neu entwickelte Kamera kann z.B. chemische Zusammensetzungen oder subtile Farbunterschiede im Gewebe präzise analysieren und klassifiziert so Hautanomalien. Mit dem Augenchirurgie-Simulator Eyesi von VRmagic Imaging können operative Eingriffe ohne Risiko trainiert werden. In einem Modellkopf befindet sich ein optisches Verfolgungssystem, das die Bewegungen und Position der Instrumente wiedergibt. Es gibt die Position, Ausrichtung und Orientierung an einen Computer weiter und der Operateur sieht auf den Displays des Mikroskops statt des realen Bildes die Simulation. Mit dem Medical Video Server von Stemmer werden SD-, HD-, analoge oder digitale Videoquellen erfasst, verwaltet, angezeigt und über LAN/WAN verteilt. Solche kameragestützten Behandlungen und Diagnoseverfahren erlauben eine räumliche Distanz zwischen Arzt und Patient. In der Zukunft wird die molekulare Bildgebung an Bedeutung gewinnen, da sie biologische Prozesse auf molekularer Ebene sichtbar macht. Krankheiten können so noch vor ihrem Ausbruch erkannt werden.
Photonik 4/2011
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