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Neues THz-Anwendungszentrum

07.06.2010

Am 2. März wurde in Kaiserslautern am Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik (IPM) das „TeraTec“-Anwendungszentrum Terahertz-Technik eröffnet. Es bietet interessierten Firmen die Möglichkeit zu prüfen, ob ihre messtechnischen Fragestellungen mit dem neuen optischen Verfahren zu lösen sind.

THz-Transmissionsbild einer Briefbombenattrappe (Bild: fotolium/Fotolia)

Der Terah ertz-Bereich liegt mit Frequenzen von ca. 0,1–10 THz oder entsprechend 3 mm bis 30 µm zwischen Mikrowellen- und Infrarotstrahlung. THz-Wellen erreichen hohe Eindringtiefen und bieten geringe Streuung sowie eine gute räumliche Auflösung. Dabei beeinflussen sie die chemische Struktur nicht, was sie auch ungefährlich für den Menschen macht. Durch technische Fortschritte bei Lasern und in der Höchstfrequenzelektronik stehen mittlerweile leistungsfähige THz-Quellen und -Detektoren zur Verfügung. Die bildgebende THz-Messtechnik erlaubt u.a. die Erkennung von Delaminationen, verborgenen Strukturfehlern, Fremdkörpern und Feuchtigkeit sowie die Inspektion des Inneren selbst von verpackten Bauteilen. Darüber hinaus sind z.B. Schichtdickenmessungen, verschiedene spektroskopische Untersuchungen und eine große Bandbreite von Messungen zur zerstörungsfreien Materialcharakterisierung möglich.
Zur Eröffnung fand am IPM vom 2.–3. März das 4. internationale Forum Terahertz-Technik statt, das gemeinsam mit dem Fachbereich Optische Technologien der VDI/VDE-GMA organisiert wurde. Rund 120 Teilnehmer informierten sich über neue Möglichkeiten der Terahertz-Technik sowie u.a. über die gesellschaftliche Akzeptanz von Körperscannern. Eine CD mit den Workshop-Beiträgen ist bei Dr. Joachim Jonuscheit am Fraunhofer IPM erhältlich (Link: Technologien–Terahertz-Technik). Das nächste Terahertz-Forum ist für März 2012 geplant.

Photonik 3/2010

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