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Research & Development
Aktive Plasmonik für hybridoptische Schaltelemente
15.05.2012
Plasmonen sind quantisierte Elektronenschwingungen, deren Einsatz in konkreten Datenübertragungs-Anwendungen immer näher rückt. Besonderes Potential entsteht durch die Kombination der Plasmonik mit der Silizium-Photonik.

"Das europäische Forschungsprojekt PLATON (Merging Plasmonic and Silicon Photonics Technology towards Tb/s routing in optical interconnects) demonstrierte erstmals eine WDM-Datenübertragungsrate von 0,48 Tbps über plasmonische Wellenleiter, integriert auf einer hochgradig skalierbaren photonischen SOI-Platine (Silizium auf Isolator). Dabei wurde auch bestätigt, dass die aktive Plasmonik das Potential für energiesparendes und schnelles Routing im echten Datenkanal-Schalten besitzt. Das Projektkonsortium sieht darin einen wesentlichen Schritt zur Übertragung in Anwendungen der Tele- und Datenkommunikation sowie in Hochleistungs-Computern.
Ein großer Vorteil der Plasmonik ist die Verbindung der hohen Integrationsdichte elektronischer Komponenten mit den extrem hohen Datenraten photonischer Bauelemente. Ultra-kompakte und leistungsfähige plasmonische Strukturen können daher viel Energie und Platz sparen. Mit den kürzlich demonstrierten 0,48 Tbps erreichte das Projekt bereits einen neuen Weltrekord in der Effizienz (Produkt aus Leistungsaufnahme und Zeitantwort) für undotierte thermo-optisch gesteuerte nanophotonische MZI-Schaltelemente (Mach-Zehnder-Interferometer) auf SOI. Bis zum Ende des Projekts im Dezember 2012 soll ein optisches 4x4-Routing-System für Datenraten bis 1 Terabyte pro Sekunde vorgestellt werden, das eine Leistungsaufnahme unter 0,09 mW/Gb/s aufweist.
Dies entspricht den mittelfristigen Anforderungen der Industrie bis 2020.
Als Projektkoordinator verantwortet das griechische Forschungs- und Technologiezentrum Hellas (CERTH) Analyse, Design und Optimierung des angestrebten Terabit-Router-Prototypen. Partner sind das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit & Mikrointegration in Berlin, die Syddansk Universitet, Dänemark, die Universität von Bourgogne, Frankreich, das Institut für Kommunikation und Computersysteme der Nationalen TU Athen, und die AMO GmbH, Gesellschaft unterstützt (FP7-ICT-2009-4)."
Photonik 3/2012
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