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Research & Development
Kostengünstige und robuste Faserkoppler
12.01.2012
Mit einem neuartigen Schmelzprozess können Multimodefasern zu einem kompakten Faserbündel zusammengeführt werden.

Das Verschmelzen mehrerer Fasern mit gleicher oder unterschiedlicher Geometrie ermöglicht die Herstellung kostengünstiger und robuster Faserkoppler für hohe Laserleistungen. Derart stabile und reproduzierbare Verbindungen optischer Fasern werden in vielen Bereichen eingesetzt, z.B. in der Materialbearbeitung und in der Medizintechnik.
Forscher am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF), Jena, entwickeln derzeit einen skalierbaren Faserkoppler, der bis zu 19 optische Multimodefasern zusammenführen kann. Die Fasern sind für den Transport hoher Laserleistungen bei Wellenlängen von 800 bis 1500 nm ausgelegt und können zum Teil unterschiedliche Funktionen und Querschnitte aufweisen.
Für die Herstellung dieser dicht gepackten Faserbündel wurden mikromechanische Hilfsvorrichtungen entwickelt, die auch während des Verschmelzens eine präzise Anordnung und den Erhalt der Position der einzelnen Fasern im Verbund ermöglichen. Für das eigentliche Verschmelzen wird eine neuartige Spleiß- und Tapertechnik mit Hilfe von CO2-Lasern eingesetzt. Da bereits geringste Verunreinigen zum Totalausfall des Faserkopplers führen können, wird auch an integrierten Präparationstechniken z.B. zur Entfernung des Fasermantels und zur Reinigung der Faserbündel gearbeitet.
Das BMBF fördert die Forschung im Rahmen des Applikationszentrums mikrooptische Systeme amos mit Sitz am CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik GmbH in Erfurt.
Photonik 1/2012
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