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Forschung & Entwicklung

Weißlicht-LEDs auf Papier

08.08.2012

Eine druckbare Dünnschicht-LED für weißes Licht bildet den ersten Schritt in Richtung photonischer und elektronischer Bauelemente auf Papier.

(a) Zinkoxid-Pulver im Elektronenmikroskop; (b) gedruckte ZnO-Nanostäbchen; (c) gedruckte ZnO/Polymer-LEDs auf Plastik & Papier (re.: Detail); (d) geruckte ZnO-Schicht im Mikroskop

Forschern um Prof. Magnus Willander von der schwedischen Linköping Universität gelang es erstmals, eine Weißlicht-LED direkt auf Paper aufzubringen. Die aktive Schicht bilden Zinkoxid-Nanostäbchen (ZnO), die auf einem leitfähigem Polymer abgeschieden sind. Darunter befindet sich eine dünne, wasserabweisende Harzschicht, die die Papieroberfläche einebnet.
Dr. Gul Amin, der die Studien in Willanders Arbeitsgruppe im Rahmen seiner Doktorarbeit durchführte, löste außerdem die auf Papier gewachsenen Nanostäbchen mittels Ultraschall von der Oberfläche ab und sammelte sie als Pulver. Dieses lässt sich auf Papier oder Plastik drucken und eröffnete somit die Möglichkeit gedruckter Weißlicht-LEDs auf einer Vielzahl von flexiblen Substratmaterialien. Für diese Methode wurden Patentanträge eingereicht, denkbare Anwendungen sind u.a. selbstleuchtende, weiße Tapeten oder Vorhänge.
[G. Amin, M.O. Sandberg, A. Zainelabdin, S. Zaman, O. Nur, M. Willander, Scale-up synthesis of ZnO nanorods for printing inexpensive ZnO/Polymer white light emitting diode, Journal of Materials Science 47, 4726-4731 (2012)].

Photonik NL16/2012

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