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Forschung & Entwicklung
Forschungslabor Siliziumphotonik
16.08.2010
Die TU Berlin und das IHP Frankfurt (Oder) haben das gemeinsame Forschungslabor “Joint Lab Silicon Photonics“ gegründet, um neue Technologien für schnelle und energiesparende Mikrochips zu entwickeln. Die Verbindung von photonischer und Silizium-technischer Kompetenz soll die Entwicklung Si-photonischer ICs ermöglichen. Laut Prof. Bernd Tillack vom IHP, Mit-Begründer des Joint Lab, werden derartige ICs bislang nur an zwei bis drei Orten weltweit hergestellt. Dabei sei das Joint Lab führend bei der Geschwindigkeit der Elektronik.
Die Siliziumphotonik ist ein sich rasant entwickelndes Forschungsgebiet im Bereich der Optoelektronik, in dem Technologien für die optische Übertragung und Informationsverarbeitung auf dem Mikrochip entwickelt werden. Damit lassen sich die physikalischen Grenzen der Mikroelektronik erweitern und schnellere Chips bei gleichzeitig geringerem Energieverbrauch herstellen.
Das Joint Lab Silicon Photonics soll als Plattform für anwendungsorientierte Forschung dienen und die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Industrie stärken. Die Einrichtung wird eng mit Firmen der Region zusammenarbeiten, sowie mit europäischen Spitzeninstitutionen auf dem Gebiet der Siliziumphotonik. Bisher wurden bereits 2,5 Mio. € für das “Joint Lab“ eingeworben. Finanziert werden die Projekte mit Unterstützung der Europäischen Union, der Deutschen Forschungsgesellschaft und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
Photonik 4/2010
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