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Forschung & Entwicklung
Seriendruck von Polymer-Solarzellen
16.08.2010

Nach zehn Jahren intensiver Forschung und Entwicklung hat die TU Risø, Roskilde, Dänemark, in Kooperation mit der Druckerei Mekoprint A/S in Nordjütland eine voll funktionsfähige Produktionslinie für Solarzellen aus Kunststoff installiert. Risø entwickelte unter der Leitung von Prof. Frederik C. Krebs die Druckköpfe, die speziellen „Tinten“ zum schichtweisen Aufbau der Solarzellen sowie die erforderlichen Druck- und Reinigungsprozesse und schulte außerdem das Bedienpersonal. Mekoprint bot die industrielle Infrastruktur und trug mit seiner Kernkompetenz im Bereich der Rolle-zu-Rolle-Produktion zur Entwicklung bei. Die fertigen Solarzellen können anschließend nach Kundenwunsch geschnitten und gekapselt werden.
Frühe Demonstratoren umfassten einen Sonnenhut, der mit integrierter Kunststoff-Photovoltaik ein Radio versorgte (2008), eine Leselampe für afrikanische Schulkinder in Sambia (2009) und die erste netzgekoppelte Kunststoff-Solarzelle der Welt (2009).
Polymere Solarzellen aus der Rolle-zu-Rolle-Fertigung bieten eine kostengünstige Alternative mit großem Exportpotenzial gegenüber der seit mehr als 50 Jahren gereiften Silizium-Technik zur Gewinnung von Sonnenenergie. Karsten Ries, projektverantwortlicher Abteilungsleiter bei Mekoprint, sieht mit der operativen Produktionslinie eine gestärkte Position Dänemarks in der industrialisierung der Polymer-Photovoltaik u.a. für mobile Anwendungen.
Photonik 4/2010
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