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Ehrungen und Preise

Edmund Optics Forschungs- und Innovationspreis

10.11.2011

Die TU Ilmenau belegt mit einem Projekt der Arbeitsgruppe von Prof. Stefan Sinzinger den ersten Platz in Europa, vor dem University College Dublin, Irland, und der Polytechnischen Universität von Valencia, Spanien.

Eine rotationssymmetrische Axicon-Spezialoptik aus einem Stück verbessert die Leistungsfähigkeit optischen Pinzetten und brachte der Arbeitsgruppe Sinzinger den 1. Preis

Edmund Optics Inc. (EO) mit Sitz in Barrington, New Jersey, USA, hat am 9. November im Rahmen der VISION in Stuttgart die drei europäischen Gewinner des Higher Education Grant Program 2011 ausgezeichnet. Zusammen mit je drei amerikanischen und asiatischen Preisträgern erhalten diese von EO Sachpreise im Wert von über 66 000 US$ (über 48 000 €) in Form von EO-Produkten. Für das EO Grant Program 2011 hatten sich weltweit rund 800 Arbeitsgruppen beworben, aus 40 Finalisten wurden pro Kontinent jeweils ein erster, zweiter und dritter Platz gekürt.
Der Beitrag von Prof. Stefan Sinzingers Arbeitsgruppe (1. Preis, 5000 €) konzentrierte sich auf die Verbesserung optischer Pinzetten zur Mikromanipulation von Partikeln und Partikelströmen. Insbesondere wurde eine spezielle Axikon-Optik entwickelt, die den Arbeitsabstand optischer Pinzetten sowie die erreichbaren Manipulationskräfte vergrößert. Damit wird dieses Werkzeug besser einsetzbar für biomedizinische Analysen in Mikrofluidik-Systemen.
Das irische Team um Dr. James Rice und Eamonn Kennedy (2. Preis, 3000 €) hat ein optisches Nanoskopiegerät entwickelt, mit dem die chemische Bildgebung eine Auflösung um 10 nm erreicht. Dies gelingt, obwohl die große Wellenlänge des infraroten Anregungslichts und die daraus resultierende Beugungsgrenze keine optische Auflösung unter 500 nm zulässt. Das Nanoskop tastet dazu mit einer AFM-Scannerspitze (Cantilever) die mechanische Antwort von Molekülen und Nanopartikeln auf IR-Licht ab, während sich die Nano-Probe je nach IR-Absorption charakteristisch ausdehnt. Die hohe Bildauflösung erschließt chemische Informationen z.B. in der Nanobiologie.
Die spanische Doktorandin Verónica Sáiz präsentierte Forschungsarbeiten (3. Preis, 2000 €), bei denen Bildverarbeitungs-Sensoren und GPS-Systeme kombiniert und zur Kartierung der Vegetationsgrade in Weingütern eingesetzt werden. Erfasst werden das sichtbare, das UV- und NIR-Spektrum. So lässt sich z.B. über die Photosynthese-Aktivität der Gesundheitszustand und der zu erwartende Ertrag der Pflanzen bestimmen. Das System ist auf landwirtschaftlichen Fahrzeugen kleiner und mittelständischer Betriebe einsetzbar und vermeidet den kostspieligen Einsatz luftgestützter Datenerfassungsmethoden.
Die Preisträger haben bereits Wunschlisten für benötigte EO-Produkte aufgestellt und dabei teils bemerkt, dass schnell ein noch größerer Bedarf zusammen kommt, als der Rahmen der jeweiligen Preise zulässt. EO hat allerdings schon angedeutet, den Arbeitsgruppen hier auf Wunsch mit einem guten Angebot entgegen zu kommen. Das Geschäft mit optischen Produkten für die akademische Forschung und Entwicklung macht einen signifikanten Anteil am Gesamtumsatz von Edmund Optics aus.
Bewerbungen für den nächsten Durchgang des Higher Education Grant Program von EO sind ab Januar 2012 möglich. Qualifiziert sind außerordentliche Optikprojekte an Universitäten und öffentlichen Forschungseinrichtungen.

Photonik 6/2011

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