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Research & Development
Blauer Laser fürs Fernsehen
12.02.2009
Kleinere Abmessungen und höhere Leistung im Blauen und Grünen sind die Voraussetzung für kommerzielle Laserprojektoren.

Am Berliner Ferdinand-Braun-Institut (FBH) wurde ein blauer Halbleiterlaser entwickelt, der bei 488 nm Wellenlänge 1,15 W emittiert. Dazu wird die Frequenz des infraroten Lichts eines 12W-DBR-Trapezlasers in einem 5 cm langen, optisch nichtlinearen Lithiumniobat-Kristall konvertiert. Im Testaufbau wurde ein Konversionswirkungsgrad >16% erreicht.
Nächstes Forschungsziel ist die Übertragung des Prinzips auf die für die Bildschirmtechnik optimalen Wellenlängen 460 nm (blau) und 530 nm (grün). Zugleich soll die Ausgangsleistung auf etwa 3 W gesteigert werden, um den Anforderungen großflächiger Projektionen von ca. 1 x 2 m2 zu entsprechen. Dazu wird das Design der IR-Laser angepasst, insbesondere die Strahlqualität verbessert. Die Herausforderung liegt dabei laut Gruppenleiterin Katrin Paschke darin, dass sowohl hohe Ausgangsleistungen benötigt werden, als auch eine Modenfilterung integriert werden muss, um einen für die Frequenzkonversion optimalen Strahl zu erzeugen.
Außerdem soll der Aufbau durch Mikrolinsen und einen kürzeren Kristall auf <5 cm Länge miniaturisiert werden. Mit streichholzschachtelkleinen Modulen werden mobile Laserprojektoren für Endverbraucher greifbar.
Photonik 1/2009

