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Zwei neue russisch-deutsche Laserzentren
14.12.2010
Ende September haben in den russischen Regionen Taganrog und Kaluga zwei weitere Erprobungs-, Beratungs- und Ausbildungszentren für die industrielle Lasertechnik ihre Arbeit aufgenommen. Damit ist das seit 2005 bestehende Netz der Laser-Innovationstechnik-Zentren (LITC) an fünf Standorten aktiv.

Die Einrichtungen zur industriellen Nutzung der Lasertechnik in Russland zielen auf eine Modernisierung der russischen Produktion durch Lasertechnik und Know-how aus Deutschland. Den hier engagierten Unternehmen bieten sich dafür Chancen auf einen erleichterten Marktzugang in wirtschaftlich interessante Regionen Russlands. Ausgestattet sind die aktuell fünf Laserzentren mit modernen Lasergeräten führender deutscher Unternehmen wie Trumpf, Lissotschenko Mikrooptik, Rofin Sinar, Jenoptik oder der Maschinenfabrik Arnold.
Je nach Ausrüstung sind die Standorte spezialisiert, z.B. auf das Schneiden und Schweißen von Metallen, Kunststoffen und anderen Werkstoffen oder auf die Oberflächenbearbeitung. An den LITC können insbesondere ortsansässige KMU, Forschungseinrichtungen und Hochschulen mit moderner Lasertechnik Verfahren entwickeln, Anwendungen erschließen und Fachkräfte ausbilden. Mitarbeiter des Laser Zentrums Hannover e.V. (LZH) und des Bayrischen Laserzentrums (BLZ) unterstützen dies durch Lasertechnik- und Lasersicherheits-Schulungen.
Das Südliche Laser-Innovationstechnik-Zentrum (SLITC) in Taganrog ist in einem wichtigen Zentrum der russischen Luftfahrtindustrie angesiedelt. Obninsk wiederum, Standort für das Kaluga Laser Innovative Technology Center, ist für seine Automobilindustrie bekannt. Somit wurden nach Moskau, Sankt Petersburg und Jekaterinburg jetzt zwei weitere innovative Regionen erschlossen. Durch Einbindung lokaler Unternehmen, Institute, Behörden und Verbände konnten die Initiatoren bereits in der Aufbauphase der Zentren wichtige Querverbindungen zwischen Industrie, Wissenschaft und Politik schaffen. Diese regionale Vernetzung spielt für die Etablierung der Lasertechnik in Russland eine ebenso große Rolle, wie die überregionale Zusammenarbeit der fünf russisch-deutschen Laserzentren.
Das Projekt „Erprobungs-, Beratungs- und Ausbildungszentren zur Lasertechnik in Russland“ wird vom BMBF im Rahmen des Förderprogramms „Optische Technologien“ unterstützt, die Leitung liegt beim LZH und BLZ, Projektträger ist die VDI Technologiezentrum GmbH, Düsseldorf.
Photonik 6/2010
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