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Ehrungen & Preise

Research & Innovation Award 2012

18.09.2012

Edmund Optics kürt je drei Gewinner aus Europa, Amerika und Asien.

Edmund Optics vergibt Sachpreise im Wert von insgesamt 80 000 US$ (ca. 65 000 €)
Edmund Optics vergibt Sachpreise im Wert von insgesamt 80 000 US$ (ca. 65 000 €)

Am 14. September wurden die neun Gewinner des Edmund Optics Research & Innovation Award 2012 bekannt gegeben. Sie setzten sich unter 750 Bewerbern aus 53 Ländern durch; die Beiträge der 45 Finalisten reichten von Anwendungen wie nichtinvasiven optischen Systemen zur Krebserkennung und optischer Kohärenztomographie, über Laseruntersuchungen an Insekten zur Erkennung von Malaria, bis hin zu optischen Messsystemen zur Klimaforschung an Gletschereis.
Die drei siegreichen europäischen Forschungsprojekte werden mit Produktpreisen im Wert von 7000 €, 5000 € und 3000 € ausgezeichnet.
Den 1. Platz in Europa belegt David Margolis von der Universität Zürich, Schweiz, für die Entwicklung eines neuen Verfahrens der biologischen Bildgebung mit zellulärer Auflösung am lebenden Tier. Dies dient zur Aufklärung fundamentaler Fragen der Hirnfunktion und zur Hirntumor-Diagnose.
Kirstin Baum von der Universität Marburg erhält den 2. Europa-Preis für die Entwicklung eines integrierten 3D-Scanners für die diffuse optische Tomographie (DOT). Eine innovative 3D-Oberflächen-Rekonstruktionstechnik erlaubt die einfache Bedienung des DOT-Scanners auch ohne vertiefte Optikkenntnisse. Das Verfahren kombiniert Polarisations-Differenzbildgebung (PDI) mit strukturierter Beleuchtung und erlaubt eine Separation von Oberflächen-Bildinformationen gegenüber tieferen Schichten.
Auf dem 3. Platz liegt Saiedeh Saghafi von der TU Wien, Österreich, dessen Lichtblatt-Ultramikroskopietechnik eine elliptische Strahlprofilformung mit abgeflachter Gaußscher Intensitätsverteilung verbindet. Dadurch können sowohl große Proben wie Tumore als auch kleine Proben wie Neuronen mit µm-Auflösung abgebildet werden.
Vertreter der drei Gewinner-Teams werden zur Bildverarbeitungsmesse VISION 2012 nach Stuttgart eingeladen.
Die amerikanischen Gewinner sind Tomasz Tkaczyk (Rice University, Texas: Mikroskopie), Ann Elsner (Indiana University: u.a. OCT für Augenuntersuchungen) und Gregory Lyzenga (Harvey Mudd College, California: LIFIRS). In Asien sind es Quan Liu (NTU Singapur: optische Biopsie), Dr. Hayashi (Osaka University, Japan: Gaszündungskinetik) und Yin Chang (Yang-Ming University, Taiwan: faseroptische in-vivo-Spektroskopie).
Die von Edmund Optics Inc., Barrington, New Jersey, USA, verliehenen Preise sollen Forschung und Innovation im Bereich Optik und Bildverarbeitung an Universitäten und öffentlichen Forschungseinrichtungen unterstützen. Auswahlkriterien sind technischer Anwendungswert, innovativer Optik-Einsatz sowie Praxisnähe.
Ein zusätzlicher Preis von 5000 US$ (etwa 4000 €) wird im Oktober an das Projekt vergeben, welches den Geist und das Vermächtnis des Firmengründers Norman Edmund am besten repräsentiert.

BioPhotonik 3/2012

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