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Ehrungen & Preise

Erwin Schrödinger-Preis

13.09.2011

Forscher des Helmholtz Zentrums und des niederländischen Universitäts-Medizinzentrums Groningen werden für eine neuartige Operationstechnik mit dem Wissenschaftspreis des Stifterverbandes 2011 ausgezeichnet.

Prof. "Go" van Dam; Prof. Vasilis Ntziachristos (unten)
Prof. "Go" van Dam; Prof. Vasilis Ntziachristos (unten)

Der nach dem Physiker Erwin Schrödinger benannte Preis, den der Stifterverband jährlich auf Vorschlag der Helmholtz-Gemeinschaft vergibt, zeichnet herausragende interdisziplinäre wissenschaftliche oder technisch-innovative Leistungen aus, die in Grenzgebieten der Medizin, Natur- und Ingenieurwissenschaften erzielt worden sind.
Dieses Jahr ging der Preis an Prof. Vasilis Ntziachristos vom Institut für biologische und medizinische Bildgebung am Helmholtz Zentrum, München, und an Prof. Gooitzen Michell van Dam, Universitair Medisch Centrum Groningen, Niederlande. Die beiden Arbeitsgruppen haben ein molekulares Bildgebungsverfahren entwickelt, mit dem im Operationssaal erstmals mit einer Fluoreszenzkamera Tumorzellen im Gewebe in Echtzeit aufgespürt werden können. Dadurch lassen sich winzige Tumore erkennen und chirurgisch entfernen, ohne umliegendes Gewebe zu verletzen.
Bisher wurden Operationen und endoskopische Eingriffe größtenteils vom menschlichen Auge geleitet. Die Sicht in den Körper war dabei begrenzt, denn selbst mit modernen Techniken konnte der Chirurg nur in obere Gewebeschichten schauen. Kleine Tumore blieben praktisch unsichtbar. Die Forschungsarbeit ist bedeutsam für die klinische Anwendung, in der Chirurgen die Ergebnisse schon während der Operation auswerten und nutzen können.
Der Generalsekretär des Stifterverbandes, Prof. Andreas Schlüter, wird den mit 50 000 € dotierten Preis am 21. September auf der Jahrestagung der Helmholtz-Gemeinschaft in Berlin überreichen.

BioPhotonik NL22/2011

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