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Research & Development
Photoakustische Brustkrebserkennung
06.06.2012
Eine niederländische Forschergruppe setzte erstmals ein Photoakustik-Mammoskop zur Untersuchung von Brustkrebspatientinnen ein – mit viel versprechenden Ergebnissen.

Die photoakustische Bildgebung vereint die hohe räumliche Auflösung der klassischen Ultraschalldiagnostik mit dem hohen Kontrast optischer Verfahren und bietet somit neue Möglichkeiten in der nichtinvasiven medizinischen Diagnostik. Forscher der Universität Twente und des Medisch Spectrum Twente Hospital wollen mit diesem Verfahren die Unterscheidung von gut- und bösartigen Brusttumoren verbessern, um eine Alternative und Ergänzung zur belastenden Röntgendiagnostik zu schaffen.
In einer aktuellen Studie untersuchten sie zwölf an Brustkrebs erkrankte Frauen mit ihrem seit 2007 entwickelten Photoakustik-Mammoskop PAM. Dabei wurde die Brust mit 10ns-Pulsen eines 1024 nm IR-Lasers bestrahlt – eine Wellenlänge, die leicht von im Blut enthaltenem Hämoglobin absorbiert wird. Bösartig verändertes Gewebe zeigt aufgrund seiner höheren Blutgefäßdichte eine stärkere Absorption als Normalgewebe. Die aufgenommene Energie führt zu einer schlagartigen Ausdehnung der absorbierenden Gewebeanteile, was eine Druckwelle mit Frequenzen im Ultraschallbereich auslöst. Dieses photoakustische Signal übersetzt PAM in Bilder, die den Malignomen klar zugeordnet werden können. Verglichen mit Ergebnissen der klassischen Röntgenmammografie war der photoakustische Kontrast des bösartigen Gewebes signifikant höher.
Die Forscher sehen sich mit ihrer Entwicklung noch am Anfang. Neben weiter erforderlichen technischen Verbesserungen besteht der nächste Schritt in der Bewertung von weniger eindeutigen Tumoren und gutartigen Läsionen im Vergleich zu gesundem Brustgewebe.
BioPhotonik 2012
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