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Forschung & Entwicklung

Lichtschaltbarer Wirkstoffträger für NO

12.06.2012

Die gezielte Freisetzung von Stickstoffmonoxid (NO) im menschlichen Körper könnte zukünftig die Behandlung von Krankheiten mit diesem wichtigen Botenstoff erleichtern.

Prof. Alexander Schiller von der Universität Jena mit dem Wirkstoffträger auf Nanofaserbasis
Prof. Alexander Schiller von der Universität Jena mit dem Wirkstoffträger auf Nanofaserbasis

Chemiker der Universität Jena und vom Forschungsbereich Biomaterialien des Innovent e.V., Jena, haben einen photolabilen Metallkomplex aus Ruthenium-Nitrosyl entwickelt, der, eingebettet in ein Vlies aus Polyaktid-Nanofasern, nach Bestrahlung mit UV-A-Licht NO freisetzt. Das Gas spielt z.B. für die Regulation des Blutdrucks oder bei der Wundheilung eine wichtige Rolle und wird auch als Wirkstoff zur Behandlung von Krankheiten immer interessanter.
Der Vorteil der nach aktuellen Studien für menschliche Zellen gut verträglichen Polyaktidfasern ist, dass sie als Vlies gezielt an Oberflächen wie der Haut oder an der Luft- und Speiseröhre eingesetzt werden können. Bisher verwendet man systemische NO-Wirkstoffe, die NO unspezifisch im gesamten Körper verteilen. Außerdem ist die Produktion der Vliese einfach und in größeren Mengen möglich. Neben der pharmazeutischen Anwendung könnten die Nanofasern auch in Sensoren und Katalysatoren eingesetzt werden.

BioPhotonik NL12/2012

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