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Forschung & Entwicklung
Großflächige Lichtleitfolien
16.08.2010
Ein neues Verfahren ermöglicht die kostengünstige Produktion diffraktiv mikrostrukturierter Folien zur gleichmäßigen und verlustarmen Verteilung von LED-Licht über eine große Fläche.

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT in Aachen entwickelt derzeit eine Maschine und Prozesskette zur Herstellung von Lichtleitfolien, die Oberflächenstrukturen im einstelligen Mikrometerbereich und eine Größe von bis zu 2 m2 haben. Dazu wird eine hauchdünne, höchstens 2 x 2 mm2 große Nickelfolie als Stempel eingesetzt, mit dem eine Ultrapräzisionsmaschine die Folienoberfläche bearbeitet. Die Strukturierung dauert wenige Tage, bei bisherigen Verfahren hatte man dazu Wochen und Monate gebraucht.
Der so erzeugte Master, eine transparente und optisch leitfähige Kunststoffplatte, wird noch während des Prägeprozesses geprüft und ggf. entsprechend dem gewünschten Optikdesign korrigiert. Hat die Kunststoffoberfläche die gewünschten Lichtleit-Eigenschaften, wird der Master in einem Nickel-Bad galvanisiert. Der so entstandene Nickel-Shim kann dann in die Massenreplikation gehen.
Anwendungen sind z.B. Displays, Beleuchtung in der Architektur oder Innenbeleuchtung im Auto. Fast jedes Optikdesign lässt sich mit diesem Verfahren umsetzen, dessen Entwicklung im Rahmen des Projekts FlexPAET von der EU gefördert wurde.
Photonik 4/2010
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